Teilnehmer treffen sich beim Gymnasium Wildeshausen

Am Freitag große Klimademo: Über 2000 Schüler aufgerufen

+
Anfang März demonstrierten mehr als 100 Schüler auf dem Marktplatz. 

Wildeshausen – Mehr als 2 000 Schüler sind aufgerufen, sich am Freitag in Wildeshausen am globalen Klimastreik zu beteiligen. Jugendliche der Hunteschule, Hauptschule, Realschule und des Gymnasiums planen in Eigenregie diverse Maßnahmen, um für mehr Klimaschutz zu werben und auf Umweltzerstörung aufmerksam zu machen. „Wir Schulen helfen, aber es ist eine Aktion der Schüler“, betont Ralf Schirakowski. Der Rektor des Gymnasiums koordiniert die Planungen aller vier beteiligten Schulen.

Der Veranstaltungsort ist inzwischen geklärt. Favorisiert war ursprünglich der Marktplatz, doch dafür müssten Auflagen wie eine ausreichende Anzahl an Ordnern erfüllt werden, wie sich im Genehmigungsverfahren zeigte. 

Deswegen stellt Schirakowski den Schulhof des Gymnasiums für die Veranstaltung zur Verfügung. Dort ist ab 12 Uhr jeder Bürger willkommen, der sich selbst ein Bild machen möchte. „Unsere Türen sind geöffnet“, so Schirakowski, der auf eine große Beteiligung hofft. 

Die eigentlichen Aktionen beginnen allerdings schon am Vormittag. So sollen die „Elterntaxis“ idealerweise stehen bleiben und die Jugendlichen möglichst klimafreundlich mit Bussen, in Fahrgemeinschaften, zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule gelangen. 

Dort angekommen geht es gleich weiter, denn das Licht bleibt erst einmal aus: „Es ist ein Vormittag ohne Strom“, sagt Schirakowski. Das bezieht sich auch auf Kaffeemaschinen, Kopierer und Co. Gleichwohl soll in den ersten beiden Stunden regulär unterrichtet werden. 

Dann stehen zwei Schulstunden für Arbeitsgruppentreffen und Aktionen zur Verfügung. Geplant seien unter anderem Umfragen in der Stadt und Müllsammeln. „Gymnasiasten und Realschüler wollen den Abfall anschließend präsentieren“, so Schirakowski. 

Grundsätzlich ist angedacht, dass die Schüler an diesem Tag wenig Plastik verwenden und ihre Plakate aus alten, nicht mehr benötigten Materialien herstellen. 

Die Aktion geht zwar maßgeblich von den Schülern aus, wird aber von den Lehrern gern gesehen. „Das gesamte Kollegium und alle Schulen unterstützen die Jugendlichen“, sagte Schirakowski. „Die Fridays-for-Future-Demos haben den Impuls gegeben“, meint der Schulleiter. 

Anfang März standen mehr als 100 Schüler auf dem Marktplatz und protestierten gegen die Zerstörung der Umwelt. Damals allerdings noch ohne den Segen der Lehrer, da es streng genommen ein Schulstreik war. 

Dass so etwas wieder passiert, ist nicht auszuschließen. Aber mit der Einbindung in den Unterricht haben die Schulen einen Weg gefunden, das Thema in geordnetem Rahmen zu behandeln. Zudem hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) den Schulen grünes Licht für die Teilnahme am Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Was taugen Leitungssuchgeräte?

Was taugen Leitungssuchgeräte?

Biathlon: Die Bilder vom Weltcup in Hochfilzen

Biathlon: Die Bilder vom Weltcup in Hochfilzen

Weihnachtsmarkt in Asendorf

Weihnachtsmarkt in Asendorf

„All I want for Christmas is not a Trainer-Diskussion“ - die Netzreaktionen zu #FCBSVW

„All I want for Christmas is not a Trainer-Diskussion“ - die Netzreaktionen zu #FCBSVW

Meistgelesene Artikel

Klaus Stark in der Rolle der Fortuna

Klaus Stark in der Rolle der Fortuna

„Ihr seid eine Risikogruppe“

„Ihr seid eine Risikogruppe“

Harpstedter Videothek rentiert sich nicht mehr - und macht bald dicht

Harpstedter Videothek rentiert sich nicht mehr - und macht bald dicht

Heimatverbunden, knackig, neugierig: Junge Landfrauen und wie sie ticken

Heimatverbunden, knackig, neugierig: Junge Landfrauen und wie sie ticken

Kommentare