Sanierung des historischen Rathauses beginnt in der Häusing / Gerüst steht bereits

Ab Freitag kommen die Fugen raus

Die Gerüstbauer sind wieder da: Ab Freitag sollen die Fugen im Mauerwerk des historischen Rathauses ausgehämmert werden. Foto: dr

Wildeshausen – Nun soll eine schier unendliche Geschichte möglichst schnell zu einem guten Abschluss gebracht werden: Am Freitag startet ein Fachbetrieb aus dem Emsland mit der Erneuerung der Fugen am historischen Rathaus von Wildeshausen. Das teilte Baudezernent Manfred Meyer am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Bereits am Vormittag wurde ein Gerüst in der Häusing zwischen dem denkmalgeschützten Gebäude und dem Kaufhaus „Schnittker am Markt“ errichtet, damit die Baufirma die gesamte Fassade erneuern kann.

„Die weiteren Gebäudeseiten sind später dran“, kündigte Meyer an. Es müsse jedoch noch abgeklärt werden, in welcher Reihenfolge es weitergeht, weil man insbesondere auf der Seite zum Marktplatz Rücksicht auf Feste wie den Gänsemarkt oder den Weihnachtsmarkt nehmen müsse.

Erst vor einer Woche hatte sich ein Bürger im Rahmen einer Ausschussitzung erkundigt, ob mit einer Fertigstellung der Arbeiten bis zum Stadtjubiläum in kommenden Jahr zu rechnen sei. Das sorgte für Lacher bei den Politikern und im Publikum. Die Stadtverwaltung versicherte aber, dass bis dahin alles fertig sei. Einen konkreten Abschlusstermin wollte Meyer jedoch nicht nennen, da die Arbeiten witterungsabhängig sind und sich niemand auf die Fertigstellung festlegen könne.

Die Stadtverwaltung tut sicherlich gut daran, keine Fristen mehr zu nennen, denn tatsächlich steht das Wildeshauser Rathaus seit rund drei Jahren in Teilen ohne Fugenmörtel da. Die zunächst beauftragte Firma aus Westoverledingen (Kreis Leer) hatte von Anfang an gepfuscht (wir berichteten mehrmals) und sogar den falschen Kalk verwendet. Vor wenigen Monaten wurde die unbefriedigende Zusammenarbeit mit dem Betrieb beendet – nach vielen Versuchen, die Handwerker zur Weiterarbeit zu bewegen.

Nun sollen ausgewiesene Fachleute die Sanierung übernehmen. „Die Mitarbeiter müssen noch viel tiefer in den Kalk hineingehen, als es vorher schon der Fall war“, hatte Meyer im Sommer angekündigt. Selbst das später eingefügte Material sei nicht fachgerecht ins Mauerwerk eingebracht worden, so die ernüchternde Bilanz.  dr

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