Grünfläche wäre nach Einschätzung der Stadt nutzbar 

Freilauffläche für Hunde neben dem Klärwerk denkbar

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Hunde benötigen viel Platz und müssen sich frei bewegen können. Das wäre auf einer Freilauffläche möglich.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Vor mehr als fünf Jahren hat die Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger beantragt, in Wildeshausen eine Hundefreilauffläche einzurichten. Nun sind die Chancen groß, dass neben der Kläranlage ein Areal zur Verfügung gestellt werden kann.

Auch der Auftrag des Verwaltungsausschusses ist bereits etwas älter. Am 8. Oktober 2015 wurde die Verwaltung aufgefordert, die rechtlichen Rahmenbedingungen und Kosten für die Einrichtung einer Hundefreilauffläche zu ermitteln.

Verwaltung sieht keine rechtlichen Schwierigkeiten

Direkt neben dem Klärwerk wäre auf dem Grünland eine Hundefreilauffläche möglich.

In der Vorlage für den Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt am 21. März betont die Verwaltung, dass es keine konkreten rechtlichen Vorgaben für die Einrichtung von Freilaufflächen gibt. Es bestehe die Möglichkeit, die Flächen einzufrieden, doch eine Verpflichtung dazu gebe es nicht. Die Einzäunung der Fläche biete aber sowohl für die Hunde als auch für die Umgebung eine höhere Sicherheit. Ein Zaun mit Einlassschleuse würde für den angedachten Bereich neben der Kläranlage etwa 18.000 Euro kosten.

Die Verwaltung schlägt zudem den Kauf von zwei Hundekotbeutelspendern für je 150 Euro und die Anschaffung von zwei Mülleimern für je 200 Euro vor. Eine Kontrolle der Fläche sei nicht erforderlich, da Hundehalter erfahrungsgemäß untereinander für eine ordentliche Nutzung der Anlage sorgen. Die Unterhaltung der Fläche mit Rasen mähen und Müllbeseitigung müsste man mit bis zu 2000 Euro jährlich veranschlagen.

Stadt soll Signalisierung Hunde nicht nur als Grundlage für Steuereinnahmen zu betrachten

Das vorgeschlagene Areal ist im Bebauungsplan als Erweiterungsfläche für die Kläranlage ausgewiesen und war vor wenigen Jahren als ein möglicher Standort für ein neues Tierheim im Gespräch. Die Flächen liegen im Überschwemmungsgebiet und sind derzeit an den Bund für Umwelt und Naturschutz als Grünland verpachtet. Der Vertrag kann jedoch zum 30. September jeden Jahres gekündigt werden.

Flauger hatte schon im Juni 2012 darauf hingewiesen, dass aufgrund der Gesetzeslage, beispielsweise Leinenzwang vom 1. April bis zum 15. Juli, eine Hundehaltung gemäß des deutschen Tierschutzgesetzes nicht möglich ist. „Es ist unstrittig, dass sich Hunde frei bewegen wollen und dabei zwischen verschiedenen Laufarten als auch Geschwindigkeiten wechseln wollen“, schrieb die Linke damals. „Nur in der freien Bewegung mit anderen Hunden kann normales Sozialverhalten gelernt und geübt werden.“ Mit der Einrichtung einer Freilauffläche würde die Stadt signalisieren, dass sie Hunde nicht nur als Grundlage von Hundesteuererträgen sieht, sondern sie als treue Begleiter des Menschen akzeptiert und ernst nimmt.

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