39-jähriger Wildeshauser vor dem Schöffengericht

Regelmäßig Kokain gekauft - jetzt verurteilt

Kokain gilt als Hartdroge. Der Erwerb ist verboten.
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Kokain gilt als Hartdroge. Der Erwerb ist verboten.

Wildeshausen – Ein 39-jähriger Wildeshauser wurde am Montag vom Schöffengericht in der Kreisstadt wegen unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln in 37 Fällen sowie der Weitergabe von Kokain in mindestens drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt, verurteilt. Zudem muss er 1.000 Euro an eine Suchtberatungsstelle in Wildeshausen zahlen.

Der ebenfalls angeklagte gewerbsmäßige Handel mit Betäubungsmitteln war dem Mann nicht nachzuweisen. Aus dem Bauchgefühl, so die Richterin, sei sie davon überzeugt, dass es den Handel gegeben habe. Die Angaben des Angeklagten, dass er lediglich für den Eigenkonsum Kokain gekauft habe, seien sehr kritisch zu bewerten und kaum glaubhaft, doch selbst die Telefonüberwachung des Dealers, mit dem der Wildeshauser regelmäßig sprach, hätte keine eindeutigen Beweise ergeben.

Laut Anklage soll der 39-Jährige in der Zeit vom 1. Januar bis zum 1. Dezember 2019 immer vom gleichen Dealer in Wildeshausen Kokain gekauft und zum Teil weiterveräußert haben. Manches Mal, so der Staatsanwalt, habe der Mann, der drogensüchtig gewesen sei, bis zu zehn Gramm Kokain im Wert von 600 Euro auf einmal erworben. Die Übergabe sei auf dem Parkplatz vor dem Friedhof, am Südring oder beim Dealer erfolgt.

Wildeshauser will Drogen nicht weiterverkauft haben

„Ich habe nichts weitergegeben oder verkauft“, beteuerte der Wildeshauser, der angab, seit einem Jahr keine Drogen mehr zu konsumieren. Von dieser Aussage ließ er sich auch nicht abbringen, nachdem ihm die Richterin zahlreiche Telefonmitschnitte vorhielt, in denen von anderen Personen die Rede war, die die Qualität des Stoffes bemängelt hatten oder Druck machen würden, schnellstmöglich Kokain zu erhalten. „Da hat doch jemand was bei Ihnen bestellt“, so die Richterin. Aber der Angeklagte gab vor, die Personen erfunden zu haben, um seinen Wünschen beim Dealer Nachdruck verleihen zu können.

Auch die Polizisten sahen keine Anhaltspunkte für einen Weiterverkauf der Drogen. Es habe wohl eine Konsumentengruppe gegeben, für die der Wildeshauser Stoff besorgt habe. Das aber sei offenbar ohne Gewinnabsicht geschehen.

Während der Staatsanwalt eine „erhebliche kriminelle Energie“ erkennen wollte und eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren beantragte, sprach sich der Verteidiger für ein Jahr auf Bewährung aus. „Ein Weiterverkauf der Drogen ist nicht erwiesen“, sagte er.  

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