Fallschirmspringer weihten Domizil in Staatsforsten ein / WZ-Gewinner sprang in die Tiefe

„Freier Fall“ und neue Halle

Nur noch wenige Meter und die Maschine hat für Matthias Wobbe (links) und seinen Tandemmaster Ansgar Surmann die Absprunghöhe erreicht.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (hw) · Die Mitglieder der Fallschirmsportgruppe Wildeshausen (FSG) feierten am Wochenende auf dem Flugplatz in Staatsforsten die Einweihung ihrer neuen Halle. Auch Wildeshausens Bürgermeister Kian Shahidi folgte der Einladung des Vorstandes. Matthias Wobbe aus Wildeshausen löste bei dieser Gelegenheit seinen Tandemsprunggewinn ein.

Nach einem dreiviertel Jahr Bauzeit trafen sich die Mitglieder der Fallschirmsportgruppe Wildeshausen, um zusammen mit den Platznachbarn des Cloppenburger Luftsportvereins (LSV), aber auch mit Springerkollegen aus Westerstede, Damme und Ganderkesee ihre neue Vereinshalle einzuweihen.

Bei zunächst Kaffee und Kuchen und in den Abendstunden bei Gulaschsuppe und Grillgut erfreuten sich die Gäste und Hausherren an dem in enormer Eigenleistung gefertigten neuen Domizil. „Ohne diese Eigenleistung hätten wir niemals ein solch tolles Resultat erreichen können“, ist sich der neue FSG-Vorsitzende Thomas Drees aus Cloppenburg sicher.

Auch Kian Shahidi ließ es sich nicht nehmen, seine Glückwünsche persönlich zu überbringen. Die Fallschirmsportgruppe Wildeshausen zählt in den alten Bundesländern zu einem der ältesten Sprungvereine. Er wurde vor 45 Jahren von ehemaligen Soldaten des Wildeshauser Fallschirmspringerbataillons gegründet.

Bereits im Juli vergangen Jahres hatte die FSG zusammen mit unserer Zeitung einen Tandemsprung verlost. Als glücklicher Gewinner wurde der derzeit noch im Wildeshauser Kindergarten „Sternschnuppe“ seinen Zivildienst versehende Matthias Wobbe (18) aus Wildeshausen ausgelost.

Zu seinem Geburtstag hatte Matthias von seinen Freunden Hergen Knocke und Dennis Dufner schon einmal einen Tandemgutschein geschenkt bekommen. Matthias anfänglichem Unbehagen – er macht aus seiner Höhenangst keinen Hehl – wich letzten Endes eine große Begeisterung für das „luftige Geschenk“. Diese Euphorie war allerdings nur von kurzer Dauer, weil Hergen und Dennis schließlich wohl oder übel einräumen mussten, dass sie Matthias wegen seiner Höhenangst mit dem Tandemsprunggeschenk nur hatten ärgern wollen.

Sicher verzurrt am erfahrenen Tandemmaster Ansgar Surmann aus Lutten (41) durfte Matthias in 3 000 Metern Höhe dann aber tatsächlich ein Absetzflugzeug verlassen, um bei herrlichem Wetter und 200 Stundenkilometern 36 Sekunden lang den freien Fall zu genießen. Sechs Minuten lang ging es dann wesentlich gemächlicher an einem extra großen Tandemschirm hängend Mutter Erde entgegen, wo Matthias unter dem Beifall seiner Eltern Birgit und Wolfgang, seines Bruders Jan Frederic, einigen weiteren Familienangehörigen, aber auch seiner Freunde Hergen und Dennis schon erwartet wurde.

„Das war einfach einmalig“, sagte Matthias, der ab Oktober ein Mathematik- und Informatikstudium an der Universität Göttingen anstrebt. Von Höhenangst dürfte ab diesem Augenblick keine Rede mehr sein.

Informationen über die Fallschirmsportgruppe Wildeshausen sind zu finden im Internet unter http://www.fsg-wildeshausen.de.

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