Frauen treffen sich im Jugendzentrum / Kommunikation mit Händen und Füßen

Sprachliches Potpourri zum internationalen Frühstück

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Volles Haus beim internationalen Frauenfrühstück: Mehr als 60 Teilnehmerinnen unterschiedlichster Kulturen trafen sich gestern zum kunterbunten Essen im Wildeshauser Jugendzentrum.

Wildeshausen - Noch bunter als das umfangreiche Büfett war gestern nur das Publikum im Wildeshauser Jugendzentrum. Mehr als 60 Teilnehmerinnen waren der Einladung zum internationalen Frauenfrühstück im Rahmen der interkulturellen Woche gefolgt und ließen es sich richtig gut gehen.

Die Liste der vertretenen Sprachen war lang und sorgte an den voll besetzten Tischen für eine Euphonie, die ihresgleichen suchen dürfte. Von kurdisch über russisch, polnisch, bulgarisch, türkisch, arabisch,

vietnamesisch, litauisch und natürlich deutsch reichte die Spanne, in der gesprochen, diskutiert und gelacht wurde. Und falls es mit der Verständigung einmal nicht so gut klappte, kamen die Dolmetscher ins Spiel – und natürlich die Hände und Füße.

„Wir haben das Frauenfrühstück jetzt zum dritten Mal organisiert, und bei jeder Auflage kommen mehr Menschen dazu“, sagte Lisa Droste, Leiterin des Treffpunktes Mittendrin, mit einem gut gelaunten Blick auf das fröhliche Treiben. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Sina Karaca und dem Jugendzentrum zeichnete sie für die Organisation des kulinarischen Vormittags verantwortlich.

Viele Frauen seien von den Sprachkursen gekommen, aber es hätte auch das ein oder andere neue Gesicht gegeben. Auch hätten Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, die erst vor wenigen Wochen in Wildeshausen angekommen sind, den Weg zum Frauenfrühstück gefunden.

Das Ziel der Veranstaltung, die niedrigschwellige Form der Begegnung und des Erfahrungsaustausches zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Festigung sozialer Beziehungen, haben die Veranstalter also mit Bravour erreicht. „Die unterschiedlichen Menschen vermischen sich an den Tischen sehr gut“, freute sich Droste. Und dass es in der Tat nur wenig Berührungsängste gab, zeigte nicht zuletzt die Tatsache, dass fast alle Frauen gerne für die Zeitung fotografiert werden wollten – die Neugier war stärker als Hemmungen und sprachliche Barrieren. Die Basis für das Frühstück hatten übrigens die Veranstalter geschaffen, aber viele Teilnehmerinnen ließen es sich dennoch nicht nehmen, Delikatessen aus ihrem Kulturkreis mitzubringen. „Das freut uns natürlich und sorgt für noch mehr Abwechslung“, meinte Droste.

lka

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