Elf Frauen sorgen beim Fasching um den Ring für „Venezianischen Zauber“

„Zuckerpuppen“ in rund 70 Meter Stoff gehüllt

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Ingsesamt 70 Meter Stoff müssen nach Muster zugeschnitten und verarbeitet werden.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Mit der von Bill Ramsey so viel besungenen Bauchtanzgruppe haben die elf Frauen, die sich spontan zu einem Faschings-Club zusammengefunden haben, nichts zu tun. Der Name „Zuckerpuppen“ sei ihnen ganz spontan eingefallen, wie die Wildeshauserin Melanie Fotheringham berichtet.

Großes Ziel der Ladys ist es, am Sonnabend, 6. Februar, am großen Faschingsumzug in Ganderkesee als Fußgruppe unter dem Motto „Venezianischer Zauber“ teilzunehmen. Dann verwandeln sie sich mit prunkvollen Kostümen und Masken von deutschen in venezianische Schönheiten.

„Vor drei Monaten ist unser Club praktisch aus einer Sektlaune heraus entstanden. Wir sind alles Kolleginnen und Freundinnen“, erzählt Fotheringham. Sie war schon im vergangenen Jahr mit einer Kollegin auf einem Wagen in Ganderkesee dabei. „Spontan haben wir daher jetzt gesagt, dass wir etwas ganz anderes machen wollen, eben nicht nur einfach auf einem Wagen durch Ganderkesee fahren.“ Allerdings fehlt es auch ihnen nicht an einem Wagen, denn Olaf Hansch von den Berufsbildenden Schulen hat für sie einen Bollerwagen in eine fahrende venezianische Gondel verwandelt, die im Umzug mitgeführt wird.

Derzeit verbringen die Frauen jedoch Stunde um Stunde damit, die aufwendigen Kleider zu nähen. „Wir haben zum Glück drei Frauen in unserer Gruppe, die sehr gut mit der Nähmaschinen umgehen können, sodass es kein Problem ist“, betont Fotheringham. Allerdings drücke die Zeit etwas: „Wir haben natürlich nicht immer alle Zeit, sodass sich nur wenige Frauen treffen können.“

Insgesamt müssen rund 70 Meter Stoff verarbeitet werden. „Unsere Kleider bekommen schließlich mehrere Lagen, damit sie auch richtig gut aussehen. Schnittmuster haben wir aus Zeitungen erstellt“, erzählt Fotheringham. Die Kronen-Apotheke habe die Gruppe gesponsert, sodass sie Stoff, Bonbons und den Wagen kaufen konnte: „Dafür sind wir sehr dankbar.“

Wie die Wildeshauserin weiter erzählt, sei keine der Frauen so richtig faschingsmäßig „vorbelastet“: „Als gebürtige Papenburgerin bin ich als Kind zwar mal beim Umzug dabei gewesen, aber mehr war nicht.“ Die ganze Gruppe sei aber begeistert vom Fasching in Ganderkesee, sodass es auf der Hand gelegen habe, die „Zuckerpuppen“ ins Leben zu rufen: „Das wird lustig, wir haben auch jetzt schon immer eine Menge Spaß, wenn wir uns treffen.“

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