Bankmitarbeiter wird aufmerksam

Frau überweist Love-Scammer 15.000 Euro

Love-Scamming: Immer wieder fallen Menschen auf diese Betrugsart herein.
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Love-Scamming: Immer wieder fallen Menschen auf diese Betrugsart herein.

Delmenhorst – 15. 000 Euro hat eine 67-jährige Delmenhorsterin einem Betrüger überwiesen, der ihr die große Liebe vorgegaukelt hat. Glücklicherweise war ein Bankmitarbeiter aufmerksam und verhinderte weitere Geldüberweisungen. „Das Ausnutzen von Einsamkeitsgefühlen durch Liebesbetrüger ist leider kein Einzelfall und nimmt immer mehr zu“, so die Polizeipressestelle, die über den aktuellen Fall berichtet.

Die sogenannten „Love-Scammer“ suchen ihre potenziellen Opfer über Kontaktbörsen aus, gaukeln die große Liebe vor und sind letztendlich nur auf Geld beziehungsweise Vermögenswerte aus.

Der Betrug durch vorgetäuschte Liebe wurde in der vergangenen Woche durch die 67-jährige Delmenhorsterin angezeigt. Sie hatte Mitte März über ein Datingportal einen Mann kennengelernt, der vorgegeben hatte, ein humanitärer Helfer im Ausland zu sein und seinen Lebensabend mit ihr in Deutschland verbringen zu wollen.

Wochenlanger Austausch

Nach einem regen, wochenlangen Online-Austausch gelang es dem Betrüger letztendlich, das Vertrauen der 67-Jährigen derart auszunutzen, in dem er sich durch Vortäuschen einer finanziellen Notsituation zunächst mehrere Tausend Euro von ihr überweisen ließ.

Damit er sein angebliches Vermögen im Ausland auslösen und letztendlich nach Deutschland kommen könne, benötige er weitere 9.000 Euro.

Glücklicherweise konnte eine wiederholte Geldüberweisung durch einen aufmerksamen Bankmitarbeiter am Donnerstag verhindert werden. Er wies die 67-Jährige auf eine mögliche Betrugsmasche hin und riet ihr, die Polizei aufzusuchen. Die Ermittlungen zu diesem Fall dauern an und sind kein Einzelfall.

Außergewöhnliche Lebensgeschichte ausgedacht

„Um sich interessant zu machen, legen sich die Betrüger in der Regel außergewöhnliche Lebensgeschichten zu. Dabei hinterlassen sie einen seriösen Eindruck, sodass die Opfer zunächst nicht an eine Betrugsmasche denken. Die attraktiven Bilder, die die Scamm-Männer und -Frauen auf ihren Profilen verwenden, sind gestohlen“, so die Polizei. „Ohne ein einziges Treffen schaffen es die Betrüger dann, sich im Leben der Opfer als unverzichtbar zu erweisen. Der Kontakt, in Form von Chatten oder Telefonieren erfolgt dabei rund um den Tag. Die vorgegebenen privaten oder geschäftlichen finanziellen Probleme kommen dabei erst zu Wort, sobald eine gewisse Vertrauensbasis aufgebaut wurde.

Die Polizei rät dringend, einen solchen Kontakt sofort zu ignorieren. „Gehen Sie auf keine Forderungen ein. Blockieren Sie den Kontakt und überweisen Sie auf keinen Fall Geld an fremde Personen. Und vor allem: Holen sie sich Hilfe, indem Sie Anzeige bei der Polizei erstatten“, heißt es von der Pressestelle.

Weitere Tipps zum Thema Betrug finden Interessierte unter folgendem Link: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

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