„Studimus“ produziert rauchfreie Aschenbecher in der Kreisstadt

„Frashtray Slim“ saugt die Kippe locker aus der Hand

Elmar Hanff (Prokurist bei „B&F“), Aljoscha Althoff und Marcel Eilers (von links) präsentieren die Aschenbecher. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Rauchen um der Studie Willen – und das am Welt-Nichtrauchertag. Im Eingangsbereich des Wildeshauser Unternehmens „B&F“ (Büsing und Frank) stehen der „Frashtray Slim“ und der „Frashtray One“, zwei Multimedia- und rauchfreie Aschenbecher, die von der „Studimus“ GmbH aus Wardenburg in der Kreisstadt gefertigt werden.

„Studimus“, das sind Benjamin Maertz (27), Aljoscha Althoff (27) und Marcel Eilers (29), die mit ihren Entwicklungen ein Ziel vor Augen haben: Raucherbereiche in Lokalen oder in der Öffentlichkeit sollen nicht mehr wie solche aussehen und auch nicht mehr so „stinken“. „Diese Areale sollen mit unseren Produkten wieder zu geselligen Bereichen werden“, so Althoff.

Dass sie zweifelsohne den richtigen Weg eingeschlagen haben, beweisen die Standaschenbecher, die, begleitet von einem leisen Summen, den Qualm der Zigaretten restlos einsaugen. Versehen sind sie mit Sensortechnik, sodass die Ascher sich einschalten, wenn sich Personen im regulierbaren Radius befinden. „Durch diese Schlitze wird der Qualm eingesaugt“, zeigt Althoff auf die drei Öffnungen im oberen Bereich. Ausgestattet seien die Aschenbecher, die für 1.775 Euro zu haben sind, mit Aktivkohlefiltern: „Dadurch stinken sie auch nicht mehr. Ist die Zigarette aufgeraucht, muss sie nicht mehr ausgedrückt, sondern lediglich an einen der Schlitze gehalten werden, um sie einsaugen zu lassen.“ Und in der Tat, auch das funktioniert – kein Ausdrücken und keine veraschten Finger mehr. „Die Zigaretten fallen in einen luftleeren Raum, sodass sie dort ausgehen“, so Eilers.

Aschenbescher kann Audio-Dateien abspielen

Doch damit nicht genug, denn die Ascher sind auch noch multimedial, sind also in der Lage, Werbung, Begrüßungstexte oder andere Audio-Dateien abzuspielen. „Das kann individuell vom Benutzer bestimmt werden“, erklärt Althoff, der zugleich darauf verweist, dass auch die Reinigung dieser Produkte ein Kinderspiel ist. „Dadurch, dass sie mit Aktivkohle arbeiten, befindet sich auch kein Wasser oder Sand im Innern, sodass die Entsorgung der bis zu 4.000 Kippen sehr einfach ist.“

Wie aber kommt jemand auf die Idee, einen solchen Aschenbecher zu entwickeln? „Das ist eine gute Frage“, sagt Althoff, „ich war in Dubai, wo mir Arbeit angeboten worden war. Dort ist mir aufgefallen, dass wirklich alles supersauber ist. Einen Knick in der Optik verursachten allerdings die Aschenbecher.“ Schon sei die Idee geboren gewesen, einen elektronischen Aschenbecher zu entwickeln, der die Zigaretten auch noch einsaugen kann. „Wir haben alle drei Wirtschaftsingenieurswesen Fachrichtung Maschinenbau studiert und wussten recht schnell, wie es ablaufen könnte.“ Wichtig sei gewesen, dass die Produkte langlebig und qualitativ hochwertig sind: „Genau das ist uns gelungen. Nach zwei Lieferanten, die qualitativ nicht so gut waren, haben wir mit ,B&F‘ einen zuverlässigen Partner gefunden, der die Rohfertigung übernommen hat.“ Das Unternehmen habe auch schon einen Aschenbecher erworben.

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