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Frank Stauga verzichtet auf Wildeshauser Ratskeller

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Von: Dierk Rohdenburg

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Die Bauarbeiten am Rathaus sind noch in vollem Gang.
Die Bauarbeiten am Rathaus sind noch in vollem Gang. © bor

Wildeshausen – Die Firma Nordmann muss einen neuen Betreiber für den Ratskeller in Wildeshausen suchen. Frank Stauga verzichtet auf seine Zusage.

Bürgermeister Jens Kuraschinski informierte den Verwaltungsausschuss der Stadt am Donnerstagabend, dass der bisher vorgesehene Betreiber Frank Stauga von dem Projekt Abstand nimmt. Diese Information sei der Stadtverwaltung von Nordmann als Generalpächter der Immobilie mitgeteilt worden, so Kuraschinski.

„Ich bedaure den Rückzug von Stauga außerordentlich“, betonte der Bürgermeister. Der Gastronom sei ein hervorragender Pächter für den Ratskeller gewesen.

Pressemitteilung von Nordmann

Am Freitagnachmittag gaben Nordmann und Stauga eine Pressemitteilung heraus. Darin wird darauf verwiesen, dass dem Unternehmen als Pächter und Stauga als Betreiber ursprünglich zugesichert worden war, den Ratskeller nach umfangreichen Umbauten bis Pfingsten (Anfang Juni) eröffnen zu können.

Die Pläne hatten sich zerschlagen. Die Bauarbeiten sind bis heute nicht abgeschlossen. Die Stadtverwaltung ist nun optimistisch, dass die Räume Anfang November in Betrieb genommen werden können.

„Die Baumaßnahmen, vor allem im Zusammenhang mit Brandschutz und Fluchtwegsicherung, haben es erforderlich gemacht, den Ratskeller umzubauen. Diese verzögern sich nun schon um fast fünf Monate“, so Nordmann. Mit Stauga als Nachfolger des bisherigen Betreibers Robil Uyar hätten wesentliche Elemente des Konzeptes erhalten bleiben und mit neuen Ideen kombiniert werden sollen.

Stauga hat schon viel Geld investiert

„Die Verzögerungen zwingen uns dazu, wieder Abstand von der Betreibung zu nehmen. Wir brauchen Planungssicherheit, sind mit vielen Dingen schon in Vorleistung gegangen“, so Stauga, der nach eigenen Angaben bereits das Personal für den Ratskeller eingestellt und auch diverse Bestellungen für Inventar aufgegeben hat. „Uns ist hier jetzt schon ein hoher wirtschaftlicher Schaden entstanden. Wir müssen da einfach die Reißleine ziehen“, so Stauga weiter.

„Wir stehen nun leider wieder am Anfang und fangen von vorne an zu suchen. Zugleich können wir Stauga aber in dieser Situation auch verstehen“, so Roland Damme, Geschäftsführer von Getränke Nordmann. „Wir werden nun versuchen, schnellstmöglich einen Ersatz zu finden. Die aktuelle allgemeine Situation macht das aber sicherlich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einfach“, so Damme weiter. „Wir werden nun ebenfalls in intensive Gespräche mit der Stadt Wildeshausen eintreten müssen. Nur gemeinsam werden wir diese Situation meistern können.“

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