Zahl der Arbeitslosen steigt um 256 Personen / Quote klettert auf 4,1 Prozent im Landkreis Oldenburg

Folgen des Lockdowns auf dem Arbeitsmarkt zu spüren

Agentur für Arbeit: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Lockdown gestiegen.
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Agentur für Arbeit: Die Zahl der Arbeitslosen ist im Lockdown gestiegen.

Wildeshausen – Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Oldenburg ist im Januar um 256 Personen oder 9,2 Prozent zum Vormonat gestiegen. 3 051 Frauen und Männer waren bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet.

„Im Vergleich zum Vorjahresmonat Januar ist die Zahl der Arbeitslosen um 684 Personen oder 28,9 Prozent höher“, teilt Geschäftsstellenleiter Marc Brouwer mit. „Die Arbeitslosenquote, berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen, beträgt 4,1 Prozent, im Dezember lag sie bei 3,7 Prozent. Im Januar 2020 betrug der Wert 3,2 Prozent.“

Anstieg deutlicher als sonst im Winter

Diese Entwicklung spiegelt nach Einschätzung von Brouwer die Folgen des harten Lockdowns wieder. „Die Steigerung der Arbeitslosenzahl ist zwar saisonal üblich. In diesem Monat spüren wir dies aber deutlicher. Die Einschränkungen haben sich auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt.“ Laut Brouwer ist die Unsicherheit, die die Corona-Pandemie bei vielen Kunden und Arbeitgebern auslöst, spürbar: Einstellungen könnten häufig nur verzögert erfolgen, der Arbeitsmarkt sei „eher abwartend“.

10096 Kurzarbeitsanzeigen

Für 7 535 Arbeitnehmer wurde im Januar eine Kurzarbeit angezeigt. Im Dezember hatten 626 Unternehmen im Agenturbezirk für insgesamt bis zu 6 321 Beschäftigte konjunkturelle Kurzarbeit angemeldet. Insgesamt haben Betriebe im Agenturbezirk seit April 2020 10 096 Kurzarbeitsanzeigen bei der Arbeitsagentur gestellt, sie gelten für bis zu 137 633 Beschäftigte. Besonders betroffene Branchen sind dabei Einzelhandel, Gastronomie und Gesundheitswesen.

„Diese Anzeigen stellen Unternehmen häufig vorsorglich und für mehrere Monate, um im laufenden Geschäftsbetrieb flexibel agieren zu können. Erst mit einer Zeitverzögerung lässt sich sagen, wie viele Beschäftigte am Ende tatsächlich in Kurzarbeit waren“, so Brouwer. Die Zahl neuer Anzeigen über Kurzarbeit habe nach dem Höchststand im März/April in den Folgemonaten deutlich abgenommen.

Ab November deutlicher Anstieg

Ab November sei ein merklicher Anstieg gegenüber dem zuletzt niedrigeren Niveau zu verzeichnen gewesen. Dies könne grundsätzlich dahingehend interpretiert werden, dass sich die Situation für Betriebe im Zuge der seit dem November geltenden stärkeren Einschränkungen und dem strikteren Lockdown ab 16. Dezember wieder verschärft habe, meint Brouwer.

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