Förderung für „Wildwasser“ und „Olip“ /Bekommt „donum vitae“ mehr Geld?

Ausschuss nicht knauserig bei sozialen Projekten

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Der Fortgang der Förderung für die Schwangerenberatungsstelle „donum vitae“ entscheidet sich im Frühjahr.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Zwar hat der Ausschuss für Soziales und Gesundheit des Landkreises Oldenburg die Probleme der Flüchtlinge am Dienstag ausführlich diskutiert, doch im Anschluss daran widmeten sich Politik und Verwaltung drei sozialen Einrichtungen im Landkreis. „Wildwasser“ und das Oldenburger Interventionsprojekt (Olip) erhalten laut Ausschuss-Empfehlung weiterhin Geld. Und auch für die Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte „donum vitae“ sieht es nicht schlecht aus. Hier könnte zusätzliches Geld fließen.

Und zwar wenn – und da sind wir wieder beim derzeit alles beherrschenden Thema – die Arbeit auf Migranten ausgeweitet werden würde. Zumindest hieß es von Verwaltungsseite, „wenn ‚donum vitae‘ mit Migranten arbeiten will, könnten wir das fördern“. Konkrete Zusagen oder die Absicht, dieses umzusetzen, gibt es jedoch noch nicht. Die Einrichtung denke nach einem kürzlichen Gespräch mit dem Sozialamt darüber nach, teilte die Verwaltung mit. Die Förderung musste nicht neu beschlossen werden, da sie noch bis einschließlich 2016 in Höhe von jährlich 8000 Euro läuft.

Das Projekt „Olip“ erhält laut am Dienstag gefasstem Beschluss auch weiterhin 7500 Euro pro Jahr vom Landkreis. Die Berater arbeiten mit den Tätern von häuslicher Gewalt zusammen. Hier ist zu anzumerken, dass die Politik in der Vergangenheit gefordert hatte, auch Frauen, die tätlich geworden sind, zu beraten. Dies ist jedoch noch nicht geschehen. „Wir haben diese Erwartung immer noch, aber man kann das nicht erzwingen“, räumte Sozialamtsleiter Bodo Bode ein – die Erwartung, dass Frauen eingebunden werden, steht aber gleichwohl im Beschluss.

„Wildwasser“, eine Anlauf- und Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen, bekommt maximal 19800 Euro – das sind 3400 Euro mehr als im Vorjahr. Laut Antrag von „Wildwasser“ fallen die Personalkosten wegen der steigenden Anzahl an Beratungen höher aus. „Es wird zunehmend schwieriger im Sozialbereich qualifiziertes Personal zu finden“, merkte Gabriele Roggenthien (Grüne) dazu an.

Die Empfehlungen für die Förderung von „Wildwasser“ und „Olip“ müssen noch vom grundsätzlich nichtöffentlich tagenden Kreisausschuss am 28. September bestätigt werden.

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