Schulverbund Huntetal startet Pilotprojekt für Grundschüler

Förderung auch für begabte Kinder

Anja Lüers (3.v.l.) trommelte mit den Schülern auf umgedrehten Regenwassertonnen. Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Inklusion in der Grundschule bedeutet nicht nur, Kindern, die im Unterricht nicht so gut mitkommen, bei der Entwicklung zu helfen. Inklusion soll im gleichen Maße Jungen und Mädchen, die besonders talentiert sind, unterstützen, ihre Fähigkeiten stärken und sie für den Unterricht motivieren.

Das wurde vor wenigen Monaten im Rahmen eines Vortrags von Martina Zahl, Rektorin der Hunteschule, für die Mitglieder des Schulverbunds Huntetal deutlich und war die Initialzündung, für ein Pilotprojekt. Am Montag startete die Talentförderung im Rahmen des Kooperationsverbunds zur Förderung begabter Kinder. Innerhalb der nächsten Tage gibt es an mehreren Grundschulen Projekte mit unterschiedlichen Schwerpunkten, beispielsweise Storytelling, Mathematik, Sachunterricht für kleine Forscher und Plattdeutsch.

Beteiligt sind die Grundschulen in Wildeshausen, der Gemeinden Dötlingen und Großenkneten sowie die Grundschule Harpstedt.

Nach Angaben von Elena Lietzmann, Rektorin an der St.-Peter-Schule in Wildeshausen, hatten die Verbundschulen die Eltern und Schüler über die Kursangebote, die Aufnahmekriterien sowie das Auswahlverfahren informiert. Die Benennung der Kinder erfolgte zunächst auf Vorschlag der Klassen- oder Fachlehrkräfte. Über die Teilnahme entschied dann die Koordinierungsgruppe.

Auftaktveranstaltung war am Montag die Musikwerkstatt für die zweiten bis vierten Klassen in der Schule Gut Spascher Sand mit den Musiklehrerinnen Anja Lüers (Spasche) und Heike Stahl (St.-Peter). 15 Kinder waren dabei.

„Wir haben an jeder Schule nach Teilnehmern gesucht, für die diese Veranstaltung besonders geeignet ist“, berichtete Stahl. „Jedes Kind hatte sein eigenes Instrument dabei, sodass die Schüler gemeinsam afrikanische und irische Stücke einstudieren konnten.“

Im Anschluss ging es verstärkt um Melodie und Rhythmus. Dabei arbeiteten die Kinder am Gleichklang bei Schlägen auf umgedrehte Regenwassertonnen.

„Das hat schon sehr gut geklappt“, freuten sich die Lehrerinnen über das Projekt. Ebenfalls problemlos lief die Anfahrt der Schüler mit den Eltern. Die Talentförderungswochen werden im März 2020 fortgesetzt. Anschließend soll geklärt werden, wie das Projektspäter ausgestaltet werden kann.

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