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Fördermittel für Freibadsanierung?

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Von: Dierk Rohdenburg

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Völlig marode: Das Nichtschwimmerbecken mit der alten Rutsche im Freibad Wildeshausen.
Völlig marode: Das Nichtschwimmerbecken mit der alten Rutsche im Freibad Wildeshausen. © Hansemann

Wildeshausen – Gibt es doch noch Chancen, das Wildeshauser Freibad zeitnah zu sanieren?

Nach einem Antrag der CDW-Fraktion von vor einem Monat zeigt die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage für den am Donnerstag, 16. Juni, ab 18.15 Uhr im Rathaussaal tagenden Stadtentwicklungsausschuss auf, welche Möglichkeiten bestehen, um den offenen Bereich des Krandelbades fit für die Zukunft zu machen.

Überraschend dürfte die Feststellung des Fachbereiches sein, dass die vor Jahren zugesagten Fördermittel des Bundes in Höhe von 2,4 Millionen Euro offenbar noch immer fließen könnten. Allerdings hatte die Stadtverwaltung schon im Herbst 2020 deutlich gemacht, dass die geplanten Ausgaben wegen höherer Baukosten von 5,38 auf 7,46 Millionen Euro steigen dürften.

Auf die Frage der CDW, ob die Fördermittel auch nach dem Jahr 2023 oder über ein weiteres Programm abrufbar wären, führt das Stadthaus aus, dass die Gelder – sofern eine baufachliche Stellungnahme die Projektkosten bestätigt – über das nächste Jahr hinaus transferierbar wären. „Grundlegende Voraussetzung ist aber, dass der Zuwendungsempfänger, also die Stadt, das Projekt im Jahr 2023 maßgeblich vorangebracht hat“, heißt es. Darüber hinausgehende Förderprogramme gebe es zwar, sie brächten aber deutlich weniger Geld für die Stadt.

Planungen waren im Jahr 2020 gestoppt worden

Die Sanierungsplanungen für das Freibad waren im Jahr 2020 gestoppt worden, weil der Eigenanteil der Stadt im Finanzplanungszeitraum nicht mehr darstellbar war. Eine Mehrheit im Rat hatte deshalb die Reißleine gezogen, um eine deutlich erhöhte Neuverschuldung zu vermeiden.

Nach Angaben der Verwaltung wird der Freibadbetrieb derzeit mit geringem Unterhaltungsaufwand aufrechterhalten. Deshalb können aktuell nur das Schwimmerbecken sowie die Sprunganlage genutzt werden. Der Nichtschwimmerbereich ist irreparabel, was bei einigen Besuchern für deutliche Kritik sorgt.

Die Stadtverwaltung weist zudem darauf hin, dass sowohl die Freibadtechnik als auch die derzeit genutzten Becken der Sprunganlage und des Schwimmerbeckens abgängig sind. „Es kann nach wie vor nicht seriös eingeschätzt werden, wie lange der Betrieb noch gewährleistet ist“, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Neuer Technikkeller erforderlich

Im Rahmen der Sanierung müsste ein neuer Technikkeller für das Freibad errichtet werden. Zudem sei es unerlässlich, die Sprunganlage und das Schwimmerbecken zu erneuern. Das Nichtschwimmer- und das Planschbecken würden abgerissen und neu gebaut. Damit würde die Schwimmfläche ber um 300 Quadratmeter auf dann 1 515 Quadratmeter reduziert. Die Stadt rechnet mit einer Bauzeit von bis zu zwei Jahren. Wichtig wäre es auch, die Liegewiese zu belüften und mit Mutterboden aufzufüllen. Auch die Zaunanlage entlang des Durchgangs zum Krandelparkplatz müsste ersetzt werden.

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