9,15 Millionen Euro sollen in „Programm Stadtgrün“ fließen

Fördergelder noch nicht verplant

Das Feuerwehrhaus.
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Viele noch nicht realisierte Pläne: Das Feuerwehrhaus (r.) soll umgebaut, das alte Burmeister-Haus (l.) abgerissen werden.

Wildeshausen – 9,15 Millionen Euro möchte die Stadt Wildeshausen im Rahmen des damals noch „Zukunft Stadtgrün“ genannten Städtebauförderungsprogramms (jetzt: „Programm Stadtgrün“) bis zum Jahr 2024 ausgeben und damit den Bereich an der Hunte und des historischen Walls attraktiver gestalten. 66 Prozent des Geldes erhält Wildeshausen vom Land Niedersachsen, 3,6 Millionen Euro wurden bereits vom Umweltministerium überwiesen.

Bislang ist jedoch davon kaum etwas ausgegeben worden, um den Bereich der Wallanlagen einschließlich Parkplatz Kokenstraße, die Burgwiese einschließlich des Wegesystems bis zum alten Feuerwehrhaus und in Richtung Pestruper Moor sowie das Areal nördlich des ehemaligen Feuerwehrhauses bis zum Alten Amtshaus und den Polizeigebäuden an der Herrlichkeit umzugestalten.

Das soll sich nach dem Willen der Stadtverwaltung nun bald ändern, indem zumindest schon einmal Maßnahmenpakete ausgeschrieben werden. Der Fachbereich Bau hat nach eigenen Angaben die Handlungsvorschläge des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) aus dem Jahr 2018 konkretisiert und möchte der Politik am Donnerstag, 17. Juni, im Rahmen des Ausschusses für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur (18.15 Uhr, Rathaussaal) die Planungen vorstellen. Allerdings wird bereits in diesem Stadium angedeutet, dass der Kostenrahmen möglicherweise nicht ausreicht und somit eine Reduktion von einzelnen Projekten nötig sein wird.

Zentrale Maßnahme des Programms ist weiterhin der Umbau des alten Feuerwehrhauses zu einem Urgeschichtlichen Zentrum. Doch schon dabei stockten die Planungen seit der Bewilligung der Fördermittel im Mai 2019. Mittlerweile gibt es immerhin ein vom Stadtrat befürwortetes Betriebskonzept und den erklärten Willen, die alte Feuerwehrhalle zu erhalten. Die veranschlagten Umbaukosten belaufen sich inzwischen auf rund vier Millionen Euro und sind damit annähernd doppelt so hoch wie ursprünglich kalkuliert.

Im Dezember hatte der Rat die Verwaltung beauftragt, mit der Planung und Umsetzung der weiteren Maßnahmen des ISEK zu beginnen. In dem Programm wird beispielsweise von deutlichen Potenzialen für eine positive Entwicklung der Innenstadt gesprochen, wenn das vorhandene Wegesystem besser quervernetzt wird. So könnten der Wall und das Quartier Huntetor besser angebunden werden. Eine weitere Querungsmöglichkeit über die Hunte schaffe eine bessere Anbindung nach Osten an das Seniorenzentrum und die Schrebergärten. Denkbar wäre es zudem, an der Hunte eine Kanustation einzurichten, die frei werdenden Polizeigebäude sollten gezielt genutzt werden und am Hunteufer sollten neue Sitzgelegenheiten entstehen. Ein wichtiges Anliegen ist es auch, die Burgwiese attraktiver zu gestalten.

Im Fokus: die alten Polizeigebäude.

FDP kritisiert Verzögerungen

Es sei höchste Zeit, mit den Maßnahmen zu beginnen, erklärt die FDP im Stadtrat. „Ob Wallanlagen oder Begrünung, keine dieser Einzelpunkte kamen bislang zur Umsetzung. Es wird dafür wohl kaum Geld übrig bleiben. Das fließt alles ins Urgeschichtliche Zentrum“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende Marko Bahr.

Die Wildeshauser Liberalen hätten sich zudem gerne selbst ein Bild von den Förderbedingungen des Projektes Stadtgrün und vom angeschlossenen Projekt Urgeschichtliches Zentrum gemacht. „Hier tauchten immer mal wieder Unstimmigkeiten auf oder es fehlten uns Informationen zur eigenen Bewertung“, kritisiert Bahr. „Leider ist dieser Punkt offenbar nicht Bestandteil einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Eine Einsicht wurde uns auf jeden Fall auf dem Wege des Auskunftsrechtes verwehrt.“  

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