Flüchtlingshilfe soll jetzt konzentriert und organisiert anlaufen

Engagierte Helfer gesucht

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Silke Grabbe, Rita Manietta, Thorben Kienert und Michael Böhmermann (v.l.) mit dem neuen Flyer.

Wildeshausen - Bislang hat die Stadt Wildeshausen die Flüchtlingsunterbringung und -betreuung weitgehend reibungslos hinbekommen. Doch schon in den kommenden Monaten dürften einige neue Asylbewerber in die Kreisstadt kommen. Dafür sollen die Weichen so frühzeitig gestellt werden, dass auch dann ein Rad in das andere greift.

Während sich heute Abend der Verwaltungsausschuss der Stadt nicht öffentlich mit weiteren Unterbringungsmöglichkeiten in Wildeshausen befasst und dafür unter anderem erneut den ehemaligen Kindergarten an der Harpstedter Straße in den Blick nimmt, organisieren sich zunehmend ehrenamtliche Kräfte, um eine positive Willkommenskultur in Wildeshausen zu schaffen. Maßgeblich daran beteiligt ist die ehrenamtliche Initiative „Willkommen in Wildeshausen“, die zusammen mit der Freiwilligenagentur „mischMIT!“, , der Diakonie, der Stadt Wildeshausen und dem Landkreis als Projekt „Willkommen – Miteinander in Wildeshausen“ auftritt. Alle Beteiligten haben nun gemeinsam einen Flyer entwickelt, der informieren und für ehrenamtliches Engagement werben soll. Jetzt stellten Thorben Kienert von „mischMIT!“, Fachbereichsleiterin Rita Manietta, Michael Böhmermann (Flüchtlingssozialarbeiter der Diakonie) und Silke Grabbe („Willkommen in Wildeshausen“) das Informationsschreiben vor, das nach Möglichkeit in Firmen und Büros, Arztpraxen, öffentlichen Einrichtungen, Schulen und Gasthäusern ausliegen soll. „Wir fänden es schön, wenn wir alle Bevölkerungsschichten erreichen könnten“, sagt Kristiane Helter von „Willkommen in Wildeshausen“. Gesucht werden Ehrenamtliche, die Flüchtlingen Unterstützung im Alltag bieten, beim Erlernen der deutschen Sprache helfen, bei Behördengängen und Arztbesuchen eine Begleitung anbieten sowie bei Bewerbungen, der Praktikums- oder Arbeitssuche behilflich sind.

Die Hilfe wird von der Freiwilligenagentur koordiniert. Gleichzeitig bietet „mischMIT“ Informationen für den richtigen Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund an, sorgt für den regelmäßigen Austausch mit anderen Freiwilligen und berät bei eventuellen Problemen.

„Wer Interesse hat, sollte Freude und Spaß an der Begegnung mit anderen Menschen und Offenheit gegenüber anderen Kulturen mitbringen“, so Kienert. Die Ehrenamtlichen sollten mindestens 18 Jahre alt sein, Fremdsprachenkenntnisse sind nicht Voraussetzung, aber hilfreich.

Wer Flyer für sein Unternehmen, einen Verein oder einen Stammtisch haben möchte, kann sich bei der Freiwilligenagentur Wildeshausen unter Telefon: 04431/7483475 oder per E-Mail an info@mischmit.org melden.

dr

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