Nur knapp 500 Interessierte

Flohmarkt: Zu wenig Besucher trüben die Laune der Anbieter

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Beim Verhandeln ging es – nicht nur aufgrund der Temperaturen – heiß her. Antiquitäten waren am Sonntag deutlich beliebter als beispielsweise Second-Hand-Kleidung. Für viele Anbieter eine Enttäuschung.

Wildeshausen - Von Holger Rinne. Die Stimmung unter den Besuchern des Flohmarktes auf der Reitanlage des Reitvereins Leichttrab Wildeshausen am Fillerberg war bestens. Die gute Laune der Händler dämpfte allerdings die insgesamt recht maue Resonanz.

Bis kurz nach Mittag nahmen bei Bilderbuchwetter nur knapp 500 Interessierte die Gelegenheit wahr, ein Schnäppchen zu ergattern. Etwa 100 überwiegend private Aussteller boten am Sonntag ab 11 Uhr Elektrogeräte, Kleidung, Ölgemälde, Schallplatten, DVDs, Video- und Computerspiele an. Das Angebot war bunt und reichhaltig.

„Ich finde es gut, dass hier kaum professionelle Händler vertreten sind. So muss das auf einem richtigen Flohmarkt sein“, lobte Hans-Joachim Rölling aus Wildeshausen den Marktcharakter. Renate und Lothar Nowotnik waren mit ihrem Umsatz durchaus zufrieden: „Wir haben bis jetzt gut verkauft. Es fing sehr gut an, hat aber gegen Mittag nachgelassen.“

Konkurrenz nicht so groß

„Wir haben schon um 6 Uhr aufgebaut, um einen guten Platz zu ergattern. So groß war die Konkurrenz dann nicht. Früher waren einfach viel mehr Anbieter in Wildeshausen. Der Flohmarkt war viel attraktiver“, meinte Wiebke Twietmeyer aus Weyhe, die sich dennoch über ihren Umsatz nicht beklagen wollte.

„Wir machen hier Urlaub. Ich habe immer eine Kiste mit Flohmarkartikeln im Wohnmobil, und wenn ein Markt in der Nähe stattfindet, fahren wir einfach hin. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Warum sollen nicht andere für wenig Geld an den Dingen noch Freude haben, die ich nicht mehr brauche?“, philosophierte eine Anbieterin aus Minden, die anonym bleiben wollte. Ihrem Stand, geschickt bestückt mit Ölgemälden, Kännchen und Tassen, sah man eine gewisse Flohmarktroutine an.

Ihr Nachbar, zufällig auch aus Minden, baute seinen Stand bereits um kurz nach 13 Uhr enttäuscht wieder ab. „Es ist nichts los, wir verkaufen einfach nichts. Da ist der Aufwand zu groß“, bedauerte er.

Uwe Würfel verkaufte für die Tierschutzgruppe Wildeshausen.

Uwe Würfel hatte für die Tierschutzgruppe Wildeshausen einen Stand mit Büchern aufgebaut. Er zog eine durchaus positive Zwischenbilanz: „Wir haben schon einige Bücher verkaufen können. Die Nachfrage ist insgesamt in Ordnung.“

Am Nachbarstand meinte Werner Mietzon aus Wildeshausen: „Es kommt darauf an, was man verkaufen will. Kleidung läuft heute nicht. Bei Ständen, die etwas anderes anbieten, ist das Interesse größer.“ Eine andere Ausstellerin vermutete, dass der Termin „zur Monatsmitte und dann auch noch eine Woche vor dem Gildefest“ eine Rolle spielen könnte.

Für das Stärkungen hatte der Veranstalter „Schlossfloh Trödelmarkt“ aus Oldenburg gesorgt. Zur Mittagszeit war das Interesse an Currywurst, Pommes, Eis, Crêpes oder Smoothies größer als an den Trödelsachen. Die Kinder konnten sich derweil auf einer Hüpfburg amüsieren.

Der nächste Flohmarkt auf der Reitanlage wird nach Veranstalter-Angaben am Sonntag, 16. September, über die Bühne gehen.

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