Feuerwehren proben den Ernstfall

Flammen greifen vom Feld auf angrenzenden Wald über

Mit zahlreichen Strahlrohren kämpften die Einsatzkräfte gegen die „Flammen“ - Fotos: Beumelburg
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Mit zahlreichen Strahlrohren kämpften die Einsatzkräfte gegen die „Flammen“

Wildeshausen - Die Waldbrandgefahr steigt zurzeit mit jedem Tag. Wälder und Felder sind im wahrsten Sinne des Wortes strohtrocken. Grund genug für die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehren Wildeshausen und Düngstrup, eine Übung auf die Beine zu stellen, um den Ernstfall eines Wald- und Flächenbrandes zu proben. Einsatzort für das Szenario war am Dienstagabend der Bereich Katenbäker Berg in der Kreisstadt.

Angenommene Lage war ein Großflächenbrand, durch den das Feuer auf den angrenzenden Wald übergegriffen hatte. „Gerade im Hochsommer können solche Brände zu jeder Zeit an jedem Ort entstehen“, so die Einsatzkräfte. Daher seien auch immer wieder Warnungen wichtig, in diesen Bereichen kein Feuer zu machen oder Zigaretten wegzuwerfen. Ein solcher Brand im Bereich Katenbäker Berg wäre überaus beängstigend, da sich dort Acker- und Waldflächen in der Nähe der Wohnbebauung befinden.

Schwerpunkt der Übung war jedoch auch die Löschwasserversorgung, die über lange Wegstrecken vorgenommen werden musste. Die Einsatzleiter Hermann Cordes und Conrad Kramer mussten sich entscheiden, wie die Löschangriffe vonstatten gehen sollen. „Wir müssen Wasser heranschaffen, um auch eine Riegelstellung aufbauen zu können, damit die Häuser in der Nähe geschützt werden können“, lautete die erste Anweisung für die Löschkräfte.

Alternative Wasserversorgung geübt

Umgehend wurde eine komplexe Maschinerie in Gang gesetzt. So wurde unter anderem der Einsatz alternativer Wasserversorgung geübt, wobei das Löschwasser aus der Katenbäke und einer landwirtschaftlichen Beregnungsanlage gefördert wurde. Zudem wurde ein Pendelverkehr mit Fahrzeugen des städtischen Bauhofes eingerichtet. Diese speisten ein Wasserbassin, aus dem über einen Saugschlauch die Pumpe des Löschfahrzeugs versorgt wurde.

Am Ende waren etliche hundert Meter Schlauchleitungen verlegt. Insgesamt 55 Wehrleute, 40 aus Wildeshausen und 15 aus Düngstrup waren an der Übung beteiligt. Weitere Kräfte des Bauhofes unterstützten die Feuerwehren mit drei Fahrzeugen und tranportierten gut 12 000 Liter Wasser. „In manchen Situationen müssen wir eben auch auf andere Kräfte zugreifen, da gerade tagsüber das Personal knapp sein kann“, sagt Jörg Kramer, der die Übung ausgearbeitet hatte und Leiter des Bauhofes ist. Es sei wichtig, reglmäßig Übungen auf die Beine zu stellen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein.

jd/jb

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