Entscheidung über Bauland für Mehrparteienhäuser von Ausschuss vertagt

„Flächentausch entspricht der Praxis“

Baugebiet vor Bargloy: Im hinteren Bereich sollen Mehrparteienhäuser errichtet werden.
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Baugebiet vor Bargloy: Im hinteren Bereich sollen Mehrparteienhäuser errichtet werden.

Wildeshausen – Mit Unverständnis hat Bauamtsleiter Hans Ufferfilge auf Kritik reagiert, dass die Stadt Wildeshausen ein 2 070 Quadratmeter großes Grundstück in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (Stem) an einen Investor verkaufen will, der der Stadt vorher andere Areale in der Stem überlassen hat. Das sei nicht anstößig, so Ufferfilge zur Berichterstattung in unserer Zeitung.

„Wenn jemand in der Stem Flächen abgibt, dann soll er bei der Veräußerung von anderen Flächen vorrangig zum Zuge kommen“, betonte er im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Dienstagabend.

Dass die Stadt das bereits notariell überschriebene Grundstück noch nicht besitzt, ist laut Ufferfilge kein Problem. Der Verkauf komme im Juli „nahezu hundertprozentig“ zustande. Es müsse jedoch noch das positive Votum von Verwaltungsausschuss und Stadtrat geben.

In die Diskussion war das Baugrundstück, auf dem Mehrparteienhäuser entstehen sollen, in erster Linie dadurch geraten, dass Linken-Ratsfrau Kreszentia Flauger beantragt hatte, dieses Areal im Besitz der Stadt zu halten, um dort barrierefreies und kostengünstiges Wohnen zu ermöglichen. Die Beratung darüber wurde jedoch vertagt, weil das Grundstück dann ja bald nicht mehr zur Verfügung steht.

Mit dem Vorschlag der Stadtverwaltung, ein anderes Grundstück ins Auge zu fassen, war Flauger, die derzeit im Urlaub ist, nicht einverstanden. Sie wolle dann einen neuen Antrag schreiben, signalisierte sie per E-Mail.

Stadt hat anderes Baugrundstück im Blick

Ufferfilge berichtete dennoch, dass die Stadtverwaltung ein anderes Grundstück im Zentrum des Bebauungsplanes ins Auge gefasst habe. Es sei zwar nur halb so groß, man sei aber bereits im Gespräch mit einem Träger für eine Wohnentwicklung mit Mehrparteienhäusern.

Nicht weiter thematisiert wurde die Beschwerde des fraktionslosen Ratsmitglieds Karl Schulze Temming-Hanhoff, dass die Stadtverwaltung bei der Vergabe von Grundstücken mit zweierlei Maß messe. Bei dem Bauland für Mehrparteienhäuser, das die Stadt verkaufen wolle, sei noch keine Erschließung erfolgt, so Temming-Hanhoff. Es sei aber bisher die Regel gewesen, dass Grundstücke ohne Erschließung nicht angeboten werden. Andere Interessenten seien deshalb abgewiesen worden. „Warum kommt der Investor denn bei dieser Fläche schon jetzt zum Zug?“, fragte der Ratsherr nach.  

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