Elternhaus weicht für neue Halle

Firma Schade investiert 2,5 Millionen Euro

Besuch aus Hannover: Dr. Niels Kämpny (rechts) überbrachte dem Ingenieur und Geschäftsführer Dirk Schade (Mitte) den Förderbescheid. Fotos: bor
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Besuch aus Hannover: Dr. Niels Kämpny (rechts) überbrachte dem Ingenieur und Geschäftsführer Dirk Schade (Mitte) den Förderbescheid.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. Wachsen oder weichen: Der Wildeshauser Maschinenbauer Schade investiert 2,5 Millionen Euro in seinen Standort an der Visbeker Straße, um besser und schneller zu produzieren sowie höhere Stückzahlen zu liefern. Mit dem Geld werden neue Geräte angeschafft und eine neue, 900 Quadratmeter große und zwölf Meter hohe Schweißhalle errichtet. Gleichzeitig verwandelt sich die bisherige Schweißerei in eine Mehrzweckhalle, die mehr Platz für die Montage und Fräsarbeiten bietet. Der Bauantrag ist gestellt, und sobald der Landkreis grünes Licht gibt, können die etwa ein Jahr dauernden Bauarbeiten beginnen. Mit dieser Investition wächst die rund 50-köpfige Belegschaft um zehn Prozent.

Am Freitagvormittag begrüßte der Geschäftsführer und Ingenieur Dirk Schade Dr. Niels Kämpny aus dem Landeswirtschaftsministerium, der einen Förderbescheid über rund 500.000 Euro überreichte. Damit werde der Mut der Firma honoriert, so der Vertreter von Minister Bernd Althusmann. Ohne diesen Zuschuss, so ließ Schade durchblicken, hätte er die Erweiterung wahrscheinlich nicht gewagt.

Teil der Pläne ist auch der Abriss einer Halle, der ältesten auf dem Betriebsgelände. Das ist zu verschmerzen, allerdings muss auch das Elternhaus der Schades weichen. Eine Entscheidung, die Dirk Schade sichtlich schwergefallen ist. Er habe sich dazu durchgerungen und das Einverständnis von Kurt und Josefa Schade eingeholt, berichtete der 50-jährige Geschäftsführer, der im Jahr der Unternehmensgründung zur Welt gekommen ist.

Aber der Maschinenbauer wirtschaftet eingezwängt zwischen der Visbeker und der Düngstruper Straße – eine Lage, die auch mit Einschränkungen für die Arbeit in einem Industriebetrieb verbunden ist. „Wir brauchen mehr Platz, um unsere Arbeit besser und schneller zu machen“, so Dirk Schade. „Platz ist unser größtes Problem. Vor 50 Jahren war hier überall Acker, aber inzwischen sind wir in die Stadt hineingewachsen“, sagte er mit Blick auf die umliegende Bebauung. Eine Verlagerung auf die grüne Wiese sei keine Option für das Unternehmen, auch weil dabei zahlreiche sehr schwere Maschinen bewegt werden müssten, sagte der Ingenieur.

Gruppenfoto mit der Belegschaft: Der Sekt steht schon bereit. Anlässlich der Übergabe des Förderbescheids hatten die 50 Mitarbeiter am Freitag überraschend früh Feierabend.

Was die Auftragslage angeht, ist Schade optimistisch. In Zusammenarbeit mit der Landmaschinenfabrik Krone aus Spelle im Emsland wurden spezielle Walzen entwickelt. Deren Serienfertigung soll durch die Investition ermöglicht werden.

Anlässlich der Übergabe des Förderbescheids hatten sämtliche Mitarbeiter überraschend früher Feierabend. Die Kollegen tauschten sich noch in gemütlicher Runde mit den Ehrengästen aus.

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