Wie finde ich meinen Traumjob?/Experten „trainieren“ mit Gymnasiasten

Rüstzeug für Bewerbung

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Auch ein fiktives Bewerbungstraining gehörte gestern dazu.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Wie gehe ich ein Vorstellungsgespräch richtig an? Wie bewerbe ich mich eindrucksvoll? Das sind nur zwei Fragen, denen sich Jugendliche immer wieder stellen. Aus diesem Grund ist dieser Tage ein Bewerbungstraining für die Zehntklässler im Wildeshauser Gymnasium angesagt.

Gestern waren die Banker Stephan Janßen und Max Ahrens (OLB), Isabella Baentsch und Jasmin Düßmann (LzO) sowie Anja Marowsky von der Volksbank in der Schule, um mit den Jugendlichen das Thema „Bewerbung“ anzugehen. „Ein solches Training mit externen Beratern hat eine deutlich bessere Qualität, als wenn die Thematik im normalen Unterricht angegangen wird“, erläuterte Johann Strudthoff, als Lehrer für die berufliche Orientierung zuständig.

Das konnte Marowsky nur bestätigen: „Es ist äußerst wichtig, dass es die Schüler auch einmal von einer anderen Seite gesagt bekommen, wie was aussieht und aussehen muss – was sie erwartet.“ So kämen sie aus dem normalen Unterricht heraus und bekämen einen Einblick in die freie Wirtschaft.

Einen breiten Raum nahm die Online-Bewerbung ein, die von der LzO ausschließlich angeboten wird, während in anderen Häusern Bewerbungen auch noch mit der herkömmlichen Mappe möglich sind. Und genau davon wussten die Experten ein Lied zu singen. So seien Kaffeeflecken oder diverse Rechtschreibfehler keine Seltenheit. „Bei solchen Bewerbungen ist es klar, dass diese nicht berücksichtigt werden“, waren sich die Banker einig.

Janßen betonte, dass die Jugendlichen durchaus Interesse zeigten: „Allerdings haben mir einige erzählt, dass sie zunächst ein Studium anstreben. Jedoch bieten Banken auch das duale Studium an.“

Baentsch erklärte, dass mit den Jugendlichen zunächst eine Selbstanalyse gemacht werde: „Leider nehmen es einige Schüler immer noch viel zu leicht, was alles so geprüft wird, wenn es um den Eignungstest geht.“

Hierzu berichtete Ahrens, dass in diesem Test nicht nur Mathe und Rechtschreibung gefragt seien: „Vielmehr auch das Allgemeinwissen sowie logisches Denken. In einer Frage geht es zum Beispiel darum, wo sich das Weltwirtschaftsforum befindet. Nicht jeder weiß die Antwort Cologny im Kanton Genf in der Schweiz.“

Janßen betonte, dass es sehr wichtig sei, den jungen Menschen all das zu vermitteln, was sie brauchen, um ihren Traumjob zu finden: „Da ist es egal, für welchen Beruf sie sich entscheiden. Sie brauchen das richtige Rüstzeug für eine vernünftige Bewerbung, die auch ankommt.“

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