Stiftung Johanneum berät über Maßnahmen an der Villa Knagge

Finanzbedarf vom mehreren Millionen Euro erforderlich

Die Villa Kangge in längst vergangenen Jahren: Heute muss sie dringend saniert werden.

Wildeshausen - Die Villa Knagge in Wildeshausen, die sich Besitz der Stiftung Johanneum befindet, hat in den vergangenen Jahren arg an der Substanz gelitten. Eine aufwendige Sanierung ist erforderlich. Für die Stiftung teilt Hubert Bartelt, Verwaltungsdirektor des Krankenhauses Johanneum mit, dass Beratungen über ein tragfähiges Nutzungs- und Finanzierungskonzept laufen.

„Hinsichtlich der notwendigen grundlegenden Sanierung des Baudenkmals Villa Knagge steht die Stiftung Johanneum in einem kontinuierlichen Austausch mit den Vertretern der Denkmalschutzbehörde, des Landkreises Oldenburg, der Stadt Wildeshausen, der Politik und der Kirche“, so Bartelt.

Allen Beteiligten sei klar, dass es mit Reparaturmaßnahmen, wie in den 1970er- und 1990er-Jahren erfolgt, aufgrund des Gesamtzustandes des mehr als 160 Jahre alten Gebäudes nicht mehr ge-tan sei. Bislang müsse von einem Finanzbedarf von mehreren Millionen Euro für die notwendige Sanierung der alten Bausubstanz ausgegangen werden. „Mit allen Beteiligten läuft weiterhin die Beratung über ein nachhaltiges Konzept“, so Bartelt.

Das Dilemma der Stiftung Johanneum als Erbpächterin der Villa Knagge: Gemäß ihrer Satzung sei sie mit ihren derzeit rund 550 Mitarbeitern in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Jugendhilfe tätig. „Das Ziel der Stiftung ist es, für die Menschen dieser Region die medizinischen Versorgungsstrukturen zu erhalten, zu sichern und auszubauen. Im Gegensatz zu vielen anderen Einrichtungen im Land gelingt ihr das ohne eine laufende Subventionierung durch die öffentliche Hand“, schreibt Bartelt.

Mit dem Landkreis Oldenburg bestehe seit 1994 ein Mietvertrag, der vom Land-kreis zum September gekündigt worden sei. „Sämtliche Mieteinnahmen wurden vollständig für das Gebäude verwendet. Nach dem bevorstehenden Auszug des Landkreises kann auch der innere Bereich der Villa in Augenschein genommen werden. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist aktuell nur eine Verkehrssicherung der äußeren Veranda im Eingangsbereich notwendig“, erklärt Bartelt.

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