Finanzausschuss spricht sich für weitere Klärstufe aus

Mikro-Plastik-Problematik:  „An Kinder und Enkel denken“

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Alles drehte sich ums Geld.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Da waren sich alle Mitglieder des städtischen Ausschusses für Finanzen, Controlling und Wirtschaft während der Sitzung am Dienstagabend einig: Mit Blick auf die Mikro-Plastik-Problematik muss die Kläranlage der Kreisstadt eine weitere Klärstufe erhalten. Einstimmig folgte der Ausschuss daher dem Antrag der UWG, die Umsetzung auf das Jahr 2019 vorzuziehen.

Mittel in Höhe von 275.000 Euro sollen in den Haushalt eingestellt werden. Hinzu käme ein Anteil von 43.900 Euro von der Gemeinde Dötlingen. Die Verwaltung soll nun prüfen, ob die Planungsmaßnahme hinsichtlich der neuen Gebührenkalkulation, die dann fällig wäre, im kommenden Jahr machbar ist. „Möglich ist auch, dass die Firmen es in diesem kurzen Zeitraum nicht mehr leisten können“, betonte Kämmerer Thomas Eylers.

„Diese Plastikpartikel sind ein großes Problem. Wir müssen an unsere Kinder sowie Enkel denken und daher schnell handeln“, formulierte Thomas Johannes den Antrag seiner Fraktion. Auch Stephan Rollié (CDU) sah dringenden Handlungsbedarf: „Aber wie ist der Sachstand, sind diese Klärstufen schon hinreichend ausgereift? Vielleicht sollten wir die Summe zunächst mit einem Sperrvermerk versehen, um uns zunächst richtig zu informieren.“

Jens-Peter Hennken (CDU) machte den Vorschlag, dass sich die Fachausschüsse hinreichend aufklären lassen sollten: „Das könnte in Form eines Vortrages geschehen, wenn wir uns Experten einladen.“ Rainer Kolloge (UWG): „Das ist kein Thema, um es wieder zu zerreden, wie es momentan der Fall ist“. Marko Bahr von der FDP sah für diese Maßnahme zunächst noch nicht den richtigen Zeitpunkt: „Ist es denn überhaupt notwendig? Mehr Aufklärung wäre sehr wichtig.“

Antrag für weitere Maßnahmen im Bereich Huntetor/Altstadt abgelehnt

Abgelehnt wurde dagegen der UWG-Antrag, in den kommenden beiden Jahren für weitere Maßnahmen im Bereich Huntetor/Altstadt jeweils 500.000 Euro in den Haushalt einzustellen. Einen Teil des Geldes hätte Kolloge gerne dafür investiert, die alte Lohgerberei zu erwerben, um eine weitere Attraktion für die Besucher der Stadt entstehen zu lassen.

Dazu Hennken: „Wir haben andere wichtige Dinge vor der Brust. Dazu zählen unter anderem die Entlastungsstraße sowie wie gesamte Schulproblematik. Dieses Geld haben wir in den kommenden Jahren nicht.“ Bürgermeister Jens Kuraschinski: „Wir sollten nichts unversucht lassen und durch Weiterverkauf vielleicht einen Investor finden, um die alte Gerberei zu erhalten. Ein gutes Beispiel ist unser Bahnhof.“

Rollié möchte die Lohgerberei auch als Museum erhalten: „Aber die Stadt kann das absolut nicht wuppen. Daher sollten wir versuchen, uns Hilfe zu holen.“

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