Im IGS-Gebäude in Spasche werden Anlagen installiert

Filter in Wildeshauser Schulen und Kitas: Prüfung geplant

Eine teure Anschaffung: Luftfilteranlagen für Klassenräume.
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Eine teure Anschaffung: Luftfilteranlagen für Klassenräume.

Wildeshausen – Derzeit sind die Corona-Inzidenzzahlen im Landkreis Oldenburg niedrig. Doch niemand weiß, wie sich das Infektionsrisiko in den kommenden Monaten und Jahren verändert. Aus diesem Grund hatte die SPD im Wildeshauser Stadtrat beantragt, zu prüfen, ob und in welchen Räumen der Schulen sowie Kindertagesstätten das Risiko durch den Einsatz von lufttechnischen Anlagen reduziert werden kann.

Der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt sprach sich ganz klar dafür aus, auch wenn die Stadtverwaltung in einer Stellungnahme mit Millionenkosten rechnete und eine Belastung für den Haushalt in Höhe von 360.000 Euro veranschlagte.

Eine „etwas stutenbissige Bewertung“ nannte Stephan Dieckmann (SPD) die Auflistung der Verwaltung, wonach für die insgesamt 144 Räume der Kindertagesstätten sowie Schulen der Stadt keine Erkenntnisse darüber vorliegen, dass einzelne Gruppen wegen nicht ausreichender Lüftungsmöglichkeiten geschlossen werden mussten. „Wir wissen alle, dass eine Raumluftreinigung nur zusätzlich zu anderen Maßnahmen Sinn macht“, so Dieckmann. „Wir möchten das zunächst nur geprüft wissen und dann entscheiden.“

Die Stadtverwaltung beziffert die Herstellungskosten mit rund 10.500 Euro netto pro Raum. 80 Prozent der Summe könnten gefördert werden. Bei einem Volumen von 1,8 Millionen hätte die Stadt 360.000 Euro zu tragen.

Diese genauen Zahlen konnte Baudezernent Manfred Meyer nennen, da die neue Förderschule im Gebäude der ehemaligen Integrierten Gesamtschule in Spasche mit Filteranlagen versehen werden muss, weil dort ein ausreichendes Lüften nicht möglich ist. Ab September soll hier die Hunteschule, Förderschule Lernen, ansässig sein.

„Die Kosten von dort haben wir hochgerechnet“, berichtete Meyer. Man müsse aber auch daran denken, dass im Anschluss Energie- und Wartungskosten anfielen. Zudem sei bei manchen Schulen und Kindertagesstätten nicht klar, ob die technische Infrastruktur überhaupt den Betrieb von zahlreichen Filteranlagen hergebe.

Bei Anschaffung muss ein Nachtragshaushalt her

Zunächst soll all das nun geprüft werden. „Das ist angemessen“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Sasse. Die Nutzung von Filteranlagen sei schließlich praktikabel. So habe der Landkreis Oldenburg in jeden Schulbus UV-Filter einbauen lassen.

Sollte es einen Beschluss geben, in zahlreichen Räumen Luftreinigungsanlagen einzubauen, wäre angesichts des Volumens eine Finanzierung nur über einen Nachtragshaushalt möglich.

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