Feuerwehrhaus-Neubau in der Pagenmarsch /Ratsherren wehren sich

„Politiker werden völlig haltlos angefeindet“

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Im Jahr 2013 rückten die Fahrzeuge an, um mit der Sanierung der Fläche in der Pagenmarsch zu beginnen. Archivfoto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Ein Blick in die sozialen Netzwerke reicht, und das, was CDU-Ratsherr Wolfgang Sasse sowie einige andere Ratsmitglieder kritisieren, wird deutlich. Immer wieder werde die Wildeshauser Politik angefeindet – sei es wegen der Pagenmarsch oder ganz aktuell der Erhöhung der Kindergartengebühren.

Zum Beispiel die Pfahlgründung fürs Feuerwehrhaus, die jetzt zusätzlich 100000 Euro Kosten verursacht, wurde den Politikern mehrfach verbal um die Ohren „gehauen“. „Das sind unhaltbare Vorwürfe, die Torf-linse wurde bereits im Jahr 2000 dargestellt“, erklärte Sasse auf Nachfrage. Außerdem habe nicht die Politik die Entscheidung für den Bau des Feuerwehrhauses in der Pagenmarsch getroffen: „Anfang 2012 wurden von uns elf Standorte in Augenschein genommen. Die Entscheidung des Arbeitskreises der Feuerwehr fiel schließlich auf die Pagenmarsch.“

Leider habe es bei der Planung des Gebäudes einige kleine Probleme gegeben, sodass es größer werden musste. „Und genau dadurch mussten wir uns der Torflinse nähern, und es wurde die Pfahlgründung nötig. Das alles konnten weder Verwaltung noch Politik im Vorfeld wissen oder ahnen“, so Sasse. Jetzt aber kämen über Facebook Vorwürfe, dass die Verteuerung dieser Maßnahme der Grund dafür sei, dass die Kindergartengebühren erhöht werden müssen: „Das ist natürlich ganz großer Quatsch. Die Anfeindungen gegen die Politik sind völlig haltlos.“

Günter Lübke (CDU) erklärte auf Nachfrage, dass die Sanierung ohnehin hätte dringend vorgenommen werden müssen: „Wer hätte denn verantworten wollen oder sollen, dass durch den dort gelagerten Müll das Grundwasser geschädigt wird. Das wäre dann wirklich teuer geworden.“

Dieser Meinung zeigte sich auf Nachfrage auch Manfred Rebensburg (Grüne): „Es war auch für die Grünen wichtig, dass dort saniert wird. Es wurde etwas Sinnvolles für die Stadt getan.“ Diese Maßnahme habe somit einen eigenständigen Zweck gehabt: „Selbst die N-Bank ist mit jeder Verteuerung mitgegangen und hat die Sanierung mit 50 Prozent bezuschusst.“ Immer wieder werde auch er von Bürgern angegangen und gefragt, was die Politik für Mist gemacht habe: „Nein, wir haben keinen Mist gemacht. Diese Fläche wurde uns von den Experten vorgeschlagen.“

Ratsvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD) machte deutlich, dass auch der Forderung einiger Bürger, den Bau dort gänzlich noch zu stoppen, nicht gefolgt werden könne: „Wenn wir das machen, müssten wir den Zuschuss zurückzahlen.“

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