1,87 Millionen Euro bis 2024 nötig

Feuerwehr stellt sich auf neue Einsatzlagen ein

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Die Freiwillige Feuerwehr möchte in den kommenden Jahren den Fuhrpark modernisieren.

Wildeshausen - Die Freiwillige Feuerwehr in Wildeshausen muss sich in den kommenden Jahren auf neue Aufgaben einstellen. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Ausbildung, sondern auch auf den Fuhrpark, der gezielt modernisiert werden muss. Bis zum Jahr 2024 muss die Stadt rund 1,87 Millionen Euro investieren. So sieht es zumindest das Konzept des Arbeitskreises Feuerwehr aus.

Dessen Vorsitzender Lutz Ertelt, der ab kommendem Jahr auch Ortsbrandmeister von Wildeshausen ist, legte dem Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie dar, was die ehrenamtlichen Helfer erwartet und machte gleichzeitig deutlich, dass es sich bei dem anzuschaffenden Fuhrpark nicht um „Spielzeuge“ handelt.

„Neue Fahrzeuge bedeuten viel Arbeit für uns“, so Ertelt. Er verwies darauf, dass allein für die Schulung an der Drehleiter seit Dezember rund 1 400 Arbeitsstunden fällig waren, um alle Kameraden zu schulen.

Nach Einschätzung der Feuerwehr dürfte sich die Art der Einsätze in den kommenden Jahren ändern. So sei vermehrt mit Hitze, Schnee, Starkregen und Trockenheit zu rechnen. Damit einher gingen unter anderem Hochwasserlagen sowie Wald- und Flächenbrände. Ertelt führte an, dass die Wildeshauser Brandschützer für neue Aufgaben gerüstet sein müssen. 

Optimale Einsatzbereitschaft herstellen

Dazu gehören die Wasserrettung, die Rettung größerer Menschengruppen unter Atemschutz, die Hilfe bei adipösen Personen sowie vermehrt Eisenbahn- und Autobahneinsätze. „Wir haben sieben Kilometer Bahnstrecke und 30 Kilometer Autobahn in Wildeshausen“, so Ertelt. Zudem müssten die Feuerwehrleute einen weiteren Satz persönlicher Schutzkleidung bekommen. Ein Anzug gegen Temperaturen von 1 000 Grad sei bei Hochwasser oder Starkregen wenig brauchbar, so der Arbeitskreisvorsitzende.

Zu den neuen Aufgaben gehört es auch, mit weniger Personal optimale Einsatzbereitschaft herzustellen. Von den 85 aktiven Kameraden in Wildeshausen stünden beispielsweise schon heute nur rund 17 am Tage zur Verfügung, weil die anderen nicht in Wildeshausen seien. „Wir brauchen somit robuste, einfache und verlässliche Technik“, betonte Ertelt. 

Dazu gehörten diverse neue Fahrzeuge, die den alten Fuhrpark ersetzen sollen. Neu angeschafft werden soll ein Kommandowagen als Pkw, der unabhängig von den großen Einsatzfahrzeugen und deren Besatzung schnell zu Unglücksstellen gelangen kann, um die Kräfte gezielt einzuteilen. 

dr

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