Verwaltungsausschuss vergibt Pfahlgründungsarbeiten / Gewerke ausgeschrieben

Feuerwehr: Bau startet bald

Bislang liegt nur Sand in der Pagenmarsch. Doch bald rücken die Baufahrzeuge an. - Foto: dr

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Es soll Bürger in Wildeshausen geben, die damit rechnen, dass das Feuerwehrhaus in der Pagenmarsch nie gebaut wird. Diese Personen werden allerdings in wenigen Wochen zu neuen Einsichten kommen, denn schon bald starten die Pfahlgründungsarbeiten für das Gebäude.

Wie berichtet, sind diese vorbereitenden Arbeiten nötig, weil unter der sanierten Fläche Torfbänder gefunden wurden, die die Stabilität des Feuerwehrhauses gefährden könnten. Die Gründung mit 147 Teilverdrängungsbohrpfählen kostet etwa 100 000 Euro mehr, als die ursprünglich geplante Flachgründung. Sie war aber beschlossen worden, nachdem die Ingenieurgesellschaft Roxeler Anfang des Jahres eine Baugrunderkundung bis zu einer Tiefe von 15 Metern durchgeführt hatte. Das Büro riet ebenfalls von der anvisierten Grundwasserabsenkung zur Trockenlegung der Torfbänder und Vorwegnahme der Setzungen ab, die eigentlich im Frühjahr durchgführt werden sollten.

Der Verwaltungsausschuss wird nun aller Voraussicht nach am Donnerstag, 16. Juni, die Vergabe für die Pfahlgründungsarbeiten beschließen. Der voraussichtliche Zeitraum der Ausführung wird in den Ausschreibungsunterlagen mit 4. bis 15. Juli benannt.

Unterdessen sind nun die Auschreibungen für den Rohbau sowie die Putz- und Estricharbeiten veröffentlicht worden. Ein Blick in die Unterlagen zeigt, dass die Stadt für die Rohbauarbeiten 650 000 Euro an Kosten kalkuliert.

Nach Möglichkeit soll die ausführende Firma am 29. August mit ihrer Tätigkeit beginnen und die Arbeiten bis zum 20. Januar abgeschlossen haben. Da der Winter schnell für Verzögerungen sorgen kann, ist ein zeitlicher Puffer eingebaut. Die Putzarbeiten sollen dann ab dem 14. Februar beginnen und bis zum 27. Februar beendet sein. Die Stadt rechnet mit einem Auftragsvolumen von rund 55 000 Euro. Gleich darauf soll der Estrich eingebracht werden. Für diese Arbeiten ist der Zeitraum vom 21. bis 29. März veranschlagt, die Kosten dürften etwa 36 000 Euro betragen.

Angesichts dieser Kalkulation könnte das neue Feuerwehrhaus im Sommer kommenden Jahres fertiggestellt sein. Dann gibt es auch die Chance, sich über die weitere Verwendung des alten Feuerwehrhauses an der Hunte Gedanken zu machen. Unter anderem gibt es Überlegungen, dort ein Urgeschichtliches Zentrum einzurichten.

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