Feuerwehr ganztägig im Großeinsatz

Wildeshausen (dr) - Richtig heiß wurde es um 13.30 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Feuerwehrhaus in Wildeshausen . Nicht nur, dass die Sonne vom annähernd wolkenfreien Himmel schien. Nun zeigte die Freiwillige Feuerwehr auch noch, was passiert, wenn Fett brennt und man versucht, die Flammen mit Wasser zu löschen.

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Eine Hitzewelle rollte über das Pflaster und ließ ahnen, wie verheerend es wirken kann, wenn die Friteuse auf dem Herd in Flammen aufgeht.

Aber auch kleine Gegenstände können schnell explodieren. „Stellen Sie keine Deodorant-Flaschen auf die Fensterbank in die Sonne“, mahnte Moderator Martin Siemer vom sicheren Balkon des Feuerwehrhauses aus. Kurz darauf ertönte ein ohrenbetäubender Knall. „Glücklicherweise haben wir die Dose fixiert, sonst wäre sie hier durch die Luft geflogen“, so der Kommentar.

Mit derartigen praktischen Übungen zeigte die Feuerwehr, wie ihre Einsätze aussehen. Natürlich fehlte auch nicht das Unfallauto, bei dem das Dach aufgeschnitten werden musste, um Insassen zu retten. Am Nachmittag brannte es dann lichterloh im Gebäude des gegenüberliegenden Wohn- und Geschäftshauses an der Hunte. Glücklicherweise handelte es sich dabei auch nur um eine Übung.

120 Feuerwehrleute waren gestern im Einsatz, um zu zeigen, was sie in ehrenamtlicher Arbeit zu leisten im Stande sind. Tausende Besucher strömten über das Gelände und bekamen überall etwas geboten. Die Stadtdurchfahrt war gesperrt, so dass Kinder ungehindert laufen konnten.

Hier explodierte gerade eine Deodorantdose.

Bei ihnen sorgte der Bergepanzer für die größte Begeisterung. Stadtbrandmeister Jürgen Koch ließ als pensionierter Bundeswehrangehöriger seine Beziehungen spielen und hatte erreicht, dass der Bergepanzer 2 „Leopard“ auf der Huntestraße vorfuhr. Die Stabsunteroffiziere Markus Meyer und Timo Spille konnten gelassen zusehen, wie die Kinder das militärische Großgerät eroberten, das im Alltag durchaus noch seinen Dienst verrichtet. „Damit fahren wir noch Manöver“, so Meyer. Allerdings, merkte er mit einem Schmunzeln an, müsse man den Panzer nach der Invasion durch die Kinder erstmal gründlich durchchecken, damit alles richtig eingestellt ist. Die Jungs (Mädchen kletterten kaum auf dem Panzer) turnten im Führerhaus ebenso herum, wie auf dem Dach des Gefährts. Silas war allerdings ein wenig enttäuscht: „Gibt es hier gar keine Bomben?“

Mit der DLRG auf der Hunte.

Nein, beim Tag der offenen Tür ging es ganz friedlich zu. „Bis auf ein paar Wespenstiche“, so Jürgen Koch. Was die Besucherzahlen betrifft, waren die Feuerwehrkameraden sehr zufrieden. Und natürlich mit dem Wetter. Andererseits wussten sie, dass sie auch einiges für den Tag der offenen Tür getan hatten. „Insbesondere für die Kinder haben wir hier viel aufgebaut“, so Koch. So sprangen die Kleinen auf der Hüpfburg herum, spielten auf dem Sandberg, kletterten in die Feuerwehrfahrzeuge, spielten vor den Spinden mit Feuerwehrautos und kleinen Golfspielen oder stellten sich vor, dass sie selbst einmal Feuerwehrmann sind. Friedrich (4) gab sich betont locker: „Ich war schon ganz oft in Feuerwehrautos.“

Im Hubschrauber hingegen waren vermutlich die wenigsten vorher schon mal. Deshalb war der Andrang gestern sehr groß. Ohne Unterbrechung drehte der Helikopter seine Runden über der Wittekindstadt. Bei dem herrlichen Wetter genossen es die Besucher, ganz neue Ansichten ihrer Heimat zu bekommen. Wer wollte, konnte sogar sein Haus von oben sehen.

Friedrich (4) genoss den Ausblick aus dem Feuerwehrauto.

Aber nicht nur in der Luft und am Boden waren die Besucher des Feuerwehrtages unterwegs. Die DLRG-Wasserrettung hatte mehrere Boote in die Hunte gelassen. So konnten Interessierte ganz entspannt an der Burgwiese entlang schippern. Kinder hatten zudem die Möglichkeit, ein Boot zu erklettern, das auf der Huntebrücke stationiert war. Gleich nebenan gab es zudem die Gelegenheit, am Glücksrad kleine Gewinne zu ergattern.

Auch die anderen Angebote wurden rege genutzt. In der Gondel eines Hüffermann-Kranes ging es in die Luft, die Malteser gaben einen Einblick in ihre Arbeit, der Fischereiverein verkaufte geräucherte Aale zu Gunsten der Jugendfeuerwehr, die Milchwirtschaft verkaufte in einer Riesen-Milchkanne Milchprodukte und Popcorn. Somit zeigte sich, dass Wildeshausen voll hinter seiner Feuerwehr steht. Kein Wunder, denn in der Not ist es wichtig, Helfer zu haben, die selbstlos herbeieilen und kompetent zu Werke gehen.

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