„Feuer in Aldrup“: Stadtatemschutzübung der Wildeshauser Feuerwehren

Sechs Personen in der Betriebshalle vermisst

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Unter Atemschutz galt es, sechs Personen aus der Betriebshalle zu „retten“.

Wildeshausen - „Feuer in einem Betriebsgebäude in Aldrup“ lautete am Donnerstagabend die Alarmmeldung für die Freiwilligen Feuerwehren aus Wildeshausen und Düngs-trup. An einer Backstraße der Firma Agrar-Frost sollte eine Brandmeldeanlage ausgelöst haben. Allerdings handelte es sich um die Stadtatemschutzübung für die Wehren.

Ausgearbeitet wurde die Übung von Stadtatemschutzwart Ralf Kempermann, Tim Hogeback und Daniel Müller II. „Angenommene Lage ist, dass sechs Personen vermisst werden, die nun gesucht und gerettet werden müssen“, erklärte Kempermann. Als Opfer hatten sich Kameraden und andere Freiwillige zur Verfügung gestellt. „Das Üben mit Menschen ist realistischer. Mit den dafür vorgesehenen Puppen gehen die Kollegen eher lieblos um und transportieren sie nicht so, wie vorgesehen“, betonte Kempermann.

Sofort nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte ging es Schlag auf Schlag. Umgehend wurden insgesamt acht Trupps für die Personensuche und Brandbekämpfung mit Atemschutzgeräten ausgerüstet. Außerdem mussten Beleuchtungseinheiten in Stellung gebracht und eine Löschwasserversorgung aufgebaut werden.

Den Atemschutzträgern wurde bei dieser Übung in der Tat sehr viel abverlangt. So stellte sich schnell heraus, dass es nicht einfach ist, sich in der weitläufigen Betriebshalle sowie auf dem Außengelände zurechtzufinden. Hinzu kam, dass die Halle nicht ebenerdig war, sondern über einige Treppen die Hochebenen erklommen werden mussten, was unter Atemschutz eine weitere Herausforderung war. Im Außenbereich kam zum Retten der Menschen die Drehleiter zum Einsatz.

Erschwerend war, dass in der Betriebshalle sehr drückende Luft herrschte. Daraus resultierte ein weiteres Übungsszenario: Ein Kamerad „kollabierte“ und musste ebenfalls gerettet werden.

„Das ist kein leichter Job. In den etwa 30 Minuten, in denen die Leute unter Atemschutz arbeiten müssen, wird ihnen wahrlich alles abverlangt“, betonte Kempermann, der jeden einzelnen Schritt genau verfolgte. Gerade bei Einsätzen in großen Firmen müsste sehr viel Equipment wie Schläuche und andere Gegenstände in die Hallen gebracht werden: „Und das s über große Distanzen, die wir zum Beispiel bei einem Einfamilienhaus nicht haben. Dunkle Räume mit Hindernisse auf die die Kollegen stoßen, gestalten die Bergung schwierig.“ Am Ende zeigten sich jedoch alle zufrieden mit dem Ablauf der Übung, die Einsatzkräfte hatten ihre Aufgaben sehr gut gemeistert.

jd/jb

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