Festempfang zum Geburtstag des Verwaltungsgebäudes/Gleich nach der Eröffnung gab es damals einen Wasserschaden

Stadthaus-Jubiläum: 25 Jahre Service für die Bürger

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Landrat Carsten Harings (l.) überreicht Bürgermeister Jens Kuraschinski einen Berlinicke-Druck.

Wildeshausen - Es hat viele Jahre gedauert, bis aus den Plänen für ein modernes Verwaltungsgebäude das Stadthaus in Wildeshausen wurde. Schon 1965 debattierte der Stadtrat über ein neues Domizil. Am 1. September 1988 führte der damalige Bürgermeister Manfred Rollié schließlich den ersten Spatenstich aus, am 31. August 1990 zog die Verwaltung ein, kurz darauf gab es den ersten Wasserschaden. Zudem stellte man fest, dass die Figuren für den Umlauf zu groß geraten waren und neue gebaut werden mussten.

Das gehörte zu den Anfangsschwierigkeiten. Mittlerweile können die Wildeshauser darüber schmunzeln. Und am Sonntag feierten aktuelle und ehemalige Politiker sowie Stadtdirektoren und Verwaltungsangestellte, Vertreter von Vereinen, Institutionen und aus Nachbargemeinden im historischen Rathaussaal den 25. Geburtstag des Verwaltungsgebäudes.

Einer, der die Zeit im Stadthaus fast komplett erlebt hat, ist Bürgermeister Jens Kuraschinski, der in Wildeshausen seine Ausbildung absolvierte. „Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als die Verwaltung in der ehemaligen Realschule am Marschweg und im historischen Rathaus untergebracht war“, erzählte er im Rahmen des Empfangs. „Die Boten pendelten immer zwischen den beiden Liegenschaften hin und her. Damals gab es noch kein Internet, Facebook oder E-Mails. Manchmal wünsche ich mir diese Zeit zurück.“ An seinem Geburtstag half Kuraschinski vor 25 Jahren beim Umzug ins neue Gebäude, dessen Bau 9,85 Millionen Mark gekostet hatte. „Vielen Dank an die Entscheidungsträger, die den Mut hatten, das Stadthaus zu bauen“, so der Bürgermeister. Selbst die Nachbarschaft habe sich mittlerweile an das Gebäude gewöhnt. Von dem direkten Anwohner Walter Dellwisch gab es zum Geburtstag ein Fotoalbum, das das Stadthaus im Wandel der Zeit dokumentiert.

„Ich fühle mich immer wohl – im Wildeshauser Rathaus und im Stadthaus“, bekannte Landrat Carsten Harings in seiner Rede. 25 Jahre Stadthaus bedeuteten auch 25 Jahre Service für den Bürger. Harings betonte den Schulterschluss zwischen Stadt und Landkreis – gerade auch in den Zeiten der Flüchtlingsströme in die Kreisstadt. „Dem müssen wir uns stellen. Das ist eine Aufgabe mit vielen menschlichen Schicksalen.“

Der Landkreis habe es sich nicht leicht gemacht, alle Flüchtlinge im Rahmen der Amtshilfe für das Land Niedersachsen nach Wildeshausen zu bringen. Die Stadt sei aber ein verlässlicher und konstruktiver Partner, mit dem der Landkreis auch in den kommenden 25 Jahren Seite an Seite stehen werde. Dennoch: „Wir hoffen, dass wir sobald wie möglich die Sporthallen wieder freigeben können“, sagte Harings. Zudem würden auch die anderen Landkreiskommunen in die Unterkunftsfrage mit einbezogen werden.

Zum Geburtstag überreichte der Landrat einen Druck des Wildeshauser Künstlers Hartmut Berlinicke, auf dem die acht Landkreisgemeinden in Form von Regenschirmen dargestellt sind. Dieses Utensil wurde am Sonntag nicht gebraucht, denn auf dem Marktplatz schien die Sonne.

dr

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