Schützengilde zieht positive Bilanz und verkündet: „Pingsten ward fiert“

Ein Fest mit Wildeshauser Note

Etwa 300 Mitglieder der Wildeshauser Schützengilde fanden sich zur Generalversammlung in der Widukindhalle ein. Fotos: Rinne

Wildeshausen - Von Holger Rinne. Bei der Wildeshauser Schützengilde herrscht eitel Sonnenschein. Annähernd 300 Gildemitglieder besuchten am Samstag die Generalversammlung in der Widukindhalle. General Jens Kuraschinski begrüßte König Jan Hoffrogge und Schaffer Phillip Hogeback. Bevor er Oberst Willi Meyer das Wort erteilen konnte, kam ein Geschäftsordungsantrag aus dem Regiment dazwischen. Gilde-Urgestein Egon Eilks forderte, den Bierausschank nicht erst zum Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ freizugeben, sondern um zwei bis drei Tagesordnungspunkte vorzuziehen. Natürlich ging der Antrag etwas abgeschwächt durch. Dem späteren Ansinnen Eilks, daraus einen „Dauerauftrag“ für alle folgenden Generalversammlungen zu machen, schob der General allerdings einen Riegel vor. „Dafür ist eine Änderung der Statuten nötig. Das müsst ihr als Antrag in die Kompanieversammlung bringen“, bremste Kuraschinski die allzu forsche Forderung aus.

Oberst Meyer zeigte sich mit dem letztjährigen Gildefest rundum zufrieden. Ein ständiges Problem der vergangenen Jahre scheint nunmehr gelöst. „Die Tonübertragung auf der Burgwiese und dem Festplatz sowie beim Ausmarsch war sehr gut“, bescheinigte Meyer dem neuen Technikpartner „Hubert Light & Sound“ aus Ahlhorn. Auch die Moderation durch Martin Siemer wurde allgemein gelobt.

Allerdings trübten zwei Punkte den Bericht Meyers: „schwarze Löcher im Erinnerungsvermögen“ einiger Gildemitglieder und das sehr schlechte Wetter. Der Fackelumzug am Pfingstmontag habe mehrfach verschoben werden müssen und hätte auch dann nur verkürzt durchgeführt werden können. Auf der Basis einer alten Volksweisheit verlangte der Oberst persönliche Opfer vom Regiment. „Nicht so viel auf den Teller, dafür alles aufessen“, sah er als Erfolgsrezept, um das Wetter für den darauffolgenden Tag günstig zu beeinflussen.

Schatzmeister Siegbert Schmidt wollte seinen Auftritt sehr kurz gestalten. Nach der Präsentation der Mitgliederzahlen (Anstieg von 3 688 auf 3 732) wollte er schon das Rednerpult verlassen. Doch nach einer kurzen Ermahnung des Generals verlas Schmidt die äußerst positive Bilanz der Gilde. Auch dem Jubiläumsjahr der Stadt trage man mit einer Rückstellung von 15 000 Euro Rechnung. Mit den Abstimmungen über den Mitgliedsbeitrag und die Zuschüsse für König, Schaffer und Kinderkönig begann das alljährliche Scharmützel zwischen Schatzmeister und General. Statt den Versammlungsleiter über die Vorschläge des Stabes abstimmen zu lassen, nahm Schmidt die Mitgliederbefragung selbst vor. Im Ergebnis bleiben die Mitgliedsbeiträge stabil und die Zuschüsse werden erhöht.

Kassenprüfer Björn Schmidt bescheinigte dem Schatzmeister eine perfekte Kassenführung, monierte aber die Abrechnung einer Kompanieversammlung. „Auf dem Rechnungsbeleg standen eine Currywurst und drei Fürst Bismarck. Entweder zahlt der Übeltäter das nach oder die Gilde muss das in Zukunft für alle Versammlungsteilnehmer übernehmen“, verlangte der Kassenprüfer unter Beifall der Versammlung.

Die Berichte aus den Kompanieversammlungen fielen recht kurz aus. Gelobt wurde das Engagement der Gildeclubs „Oranje Bommels“ und „Die 7 Zwerge“ beim Kinderschützenfest. Anträge gab es keine, allerdings ging der Adjutant des Oberst, Andreas Tangemann, auf Anregungen ein. Hergen Stolle nutzte den Bericht aus dem Huntetor für ein Plädoyer zugunsten der Schützengilde. „Unser Gildefest hat immer noch eine persönliche, Wildeshauser Note, und darauf sind wir stolz“, meinte er. Inspiriert worden sei der Hauptmann vom „harmonisch-konstruktiven Miteinander“ auf der Kompanieversammlung.

Vor dem Singen aller Strophen des Wildeshauser Lieds wurde noch die Frage aller Fragen positiv beantwortet: „Pingsten ward fiert“. Für die musikalische Umrahmung sorgten das Musikkorps Wittekind und der Wildeshauser Spielmannszug.

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