35 Mädchen und Jungen besuchen Wildeshauser Feuerwehr

Ferienkinder staunen über „krasse“ Ausrüstung

+
Durch verschiedene Zugpunkte konnten die Kinder mehr Kraft aufbringen. Dieses Prinzip nutzt die Feuerwehr um Fahrzeuge zu bergen, erläuterte Martin Siemer (rechts) am Dienstag.

Wildeshausen - Von Phillip Petzold. Einen Blick hinter die Tore des Wildeshauser Feuewehrhauses erhielten 35 Kinder im Rahmen der Ferienspaßaktion des Jugendzentrums am Dienstagvormittag.

„Das ist wie ein großer Dosenöffner“, erklärte Oberlöschmeister Martin Siemer den Jungen und Mädchen die gigantische Schere an Bord des Rüstwagens, der „rollenden Werkzeugkiste“. Moderne Autos seien zwar so konstruiert, dass die Insassen bei einem Unfall in der Regel weniger schwer verletzt würden als früher, aber die Feuerwehr muss die Eingeklemmten dennoch mit schwerem Gerät befreien. Siemer bot den Kindern an, bei gutem Wetter mit den Eltern im Auto einen Ausflug zum Feuerwehrhaus zu machen – in einer halben Stunde hätte die Familie dann ein Cabrio.

Equipment der Feuerwehr „echt krass“

Die Kinder reagierten staunend auf das Equipment der Wildeshauser Wehr: „Echt krass“, murmelten die kleinen Besucher beeindruckt, angesichts der vielen technischen Gerätschaften, die sich in den Fahrzeugen hinter dutzenden Klappen und Türen verbergen.

Bevor die Gruppe durch das Feuerwehrhaus geführt wurde, gab es einen kleinen Vortrag zu den Aufgaben der Feuerwehr und wie ein Notruf korrekt abgesetzt wird. „Und was ist, wenn das Haus brennt und der Hund aber nicht mit rauskommen will?“, wollte eines der Mädchen wissen. Siemer konnte die kleine Tierfreundin beruhigen: Gelöscht wird erst, wenn Hund, Katze und Wellesittich gerettet sind. Vorher seien aber noch die Menschen an der Reihe. Außerdem würden Tiere Gefahr erkennen und von selbst fliehen. Anders allerdings bei Pferden: „Die laufen erstaunlicherweise in das Feuer zurück“, so Siemer.

Im Optimalfall sollte jeder alles können

In zwei Gruppen aufgeteilt ging es dann durch das Arbeitsdomizil der Brandschützer. Als die Kinder die Kosten für die neue Drehleiter schätzen sollten, lagen sie mit „ein paar Millionen“ und 3000 Euro ziemlich daneben: Laut Siemer kostet das neue Fahrzeug knapp 700.000 Euro. Alle Feuerwehrleute sollen in der Lage sein, die 25 Meter lange Leiter zu bedienen: „Jeder muss löschen, Autos aufschneiden und Hunde retten können“, erklärte Siemer. Trotz der Abwechslung hatte aber kaum eines der Kinder die Feuerwehr als späteren Arbeitgeber auf dem Zettel. Da wurde der Klassiker der kindlichen Traumberufe von Wissenschaftlerin, Tierärztin, Pilot und Fußballer überholt. „Ich würde die Feuerwehr vielleicht mal ausprobieren“, kann sich zumindest der zehnjährige Jan vorstellen.

Dann gab es Gelegenheit, zum selbst ausprobieren. So konnten die Mädchen und Jungen die Atemschutzflaschen schultern und den Spreizer halten – allerdings zu Viert. „Der ist kein Fliegengewicht“, bemerkte Jan.

Ein Höhepunkt des Ausflugs war das Spritzen mit dem Wasserschlauch auf dem Parkplatz vor dem Feuerwehrhaus. Vergnügt kreischten Milan und Louisa als sie mit vereinten Kräften den Schlauch bändigten und den Wasserstrahl auf ein Straßenschild lenkten.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Botanischer Garten auf dem Brocken: So blühen die Berge

Botanischer Garten auf dem Brocken: So blühen die Berge

Warum Urlauber das Abenteuer suchen

Warum Urlauber das Abenteuer suchen

Die strahlende Blüte der Montbretie verlängert den Sommer

Die strahlende Blüte der Montbretie verlängert den Sommer

Rundballenpresse in Brand geraten

Rundballenpresse in Brand geraten

Meistgelesene Artikel

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Leckeres Essen aus dem qualmenden Käfer

Leckeres Essen aus dem qualmenden Käfer

Audi fährt seitlich in Gespann und bringt dieses zum Umkippen

Audi fährt seitlich in Gespann und bringt dieses zum Umkippen

Pony muss nach Unfall bei Winkelsett eingeschläfert werden

Pony muss nach Unfall bei Winkelsett eingeschläfert werden

Kommentare