Tierschutzgruppe plant zum 25. Geburtstag ein großes Fest, kann aber kaum für die Zukunft planen

Feier und viele Fragezeichen

Biewer-Terrier „Tommy“ (hier mit Tierschützerin Andrea Seitz) sucht dringend einen neuen Besitzer.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Seit 25 Jahren ist die Tierschutzgruppe Wildeshausen (TSGW) ein verlässlicher Ansprechpartner für Kommunen und Bürger. Der runde Geburtstag ist ein Grund zum Feiern. Das soll am 4. Juni mit einem Empfang im Restaurant „Altes Amtshaus“ geschehen. Am 7. August startet dann das von der Wildeshauser Zeitung präsentierte Familienfest im Krandel. Doch was die Zukunft für die Tierschützer bringt, ist zurzeit kaum mit Gewissheit zu sagen.

Da ist zum einen die Frage, wer ab dem 1. Januar 2011 die Fundtiere der Stadt Wildeshausen betreut. Die Stadt hat nach einem Votum des Verwaltungsausschusses die Betreuung gleich für drei Jahre ausgeschrieben. Bislang war die TSGW mit der Aufgabe befasst und hat diese nach einhelliger Meinung der Politik auch hervorragend erledigt. Doch angesichts der Diskussion um den Bau eines Tierheims in Holzhausen ist die Vorsitzende Christina Poppe „sehr verwundert“ über die lange Dauer der ausgeschriebenen Verträge. Sie vermutet hinter diesem Verfahren Taktik mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehende Kommunalwahl.

Die Situation ist ein wenig pikant. „Wenn wir den Tierheim-Neubau in Holzhausen vorantreiben“, so Poppe, „bekommen wir vielleicht die Fundtierverträge nicht, weil die Mehrheitsgruppe gegen diesen Standort ist. Dann wird sich die Stadt aber wohl auch nicht an den Kosten für das Tierheim beteiligen.“ Auf der anderen Seite sei es schwierig, die Fundtierverträge dauerhaft zu erfüllen, wenn es kein Tierheim der TSGW gibt. Fiel die Entscheidung für die Verträge vergangenes Jahr zugunsten der Wildeshauser Tierschützer ohne politische Diskussion, weil das günstigste Angebot automatisch den Zuschlag bekommen hatte, wird es in diesem Herbst sicherlich eine ausführliche Beratung geben. Eine Weichenstellung über einen neuen Tierheim-Standort ist bis dahin wohl nicht zu erwarten. Zwar gab es eine Ausschussentscheidung, den Bereich neben der Kläranlage zu prüfen, doch Bürgermeister Kian Shahidi signalisierte gestern, dass das wenig Sinn machen würde, weil vor Jahren schon ein Gutachten empfahl, auf diesen Standort zu verzichten. Das Gelände liegt im Überschwemmungsgebiet und ist vermutlich zu nahe an Wohnbebauung.

Mittlerweile bietet eine Eigentümergemeinschaft in Spasche ihr 7 000 Quadratmeter großes Grundstück für den Tierschutz an. „Für uns ist das aber nur interessant, wenn wir dort auch eine Baugenehmigung bekommen“, so Christina Poppe. „So lange sich da nichts bewegt, hat Holzhausen für uns oberste Priorität.“

Von dieser Unsicherheit wollen sich die Tierschützer aber nicht die Laune vermiesen lassen. Sie laden zum Familienfest am 7. August in den Krandel ein. Dort soll es ein tolles Programm für alle Tierfreunde geben.

Wer der Gruppe wohlgesonnen ist und Würste oder Kuchen spenden möchte, darf sich ebenso melden, wie Freiwillige, die beim Fest helfen wollen. Ein Kontakt ist möglich unter Telefon 04431/5356 oder per Mail an technik@tsg-wildeshausen.de. Das Programm des Festes werden wir zeitnah veröffentlichen.

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