Allwetterbad nicht leicht finanzierbar

Es fehlt viel Geld für ein neues Bad

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Politisch gewollt, aber nur schwer finanzierbar. Nachdem es offenbar nun fraktionsübergreifend ein Votum für die Umwandlung des Freibades in ein Allwetterbad in Wildeshausen gibt, stellt sich die Frage, wie die 8,2 Millionen Euro aufgebracht werden sollen. Im Haushalt stehen „nur“ 4,2 Millionen Euro.

Ob die Kommunalaufsicht eine weitere Verschuldung akzeptieren würde, bleibt zumindest zweifelhaft, denn die Stadt ist ohnehin schon hoch in den Miesen. Ob die Verwaltung bis zu einer gemeinsamen Sondersitzung von Bau- und Umweltausschuss sowie Haushalts-, Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss, wie von der Politik gewünscht, zufrieden stellende Finanzierungsvorschläge unterbreiten kann, erscheint zumindest fraglich. Die Verwaltung tat zumindest am Donnerstagabend alles, um die Politiker davon zu überzeugen, dass ein Verkauf des Klärwerks an den OOWV oder die Übernahme des Schwimmbades durch den Wasserverband keine langfristige Lösung bedeuten kann.

„Wir brauchen eine breite Entscheidung“, forderte Manfred Rebensburg (IG Hallenbad) im Ausschuss. Er plädierte dafür, dass die Stadt alles tun solle, um das Hallenbad noch einen Winter zu nutzen. Im günstigsten Falle könnte bereits in diesem Herbst mit dem Bau eines Allwetterbades begonnen werden. Bei einer Bauzeit von 14 Monaten wäre es dann möglich, den Schwimmern dauerhaft ein Bad anbieten zu können, um dann nahtlos daran anschließend ein Allwetterbad zu nutzen. Dieses wiederum hätte eine deutlich größere Wasserfläche als das Hallenbad und nur eine etwas geringere Fläche als das Freibad. Wenn ein separates Kinderplanschbecken gebaut und das Becken am Sprungturm saniert würde, wäre die Fläche sogar annähernd gleich groß.

In allen Fraktionen kamen die von „protec“ im Haushaltsausschuss vorgestellten Entwürfe gut an. „Eine Gegenfinanzierung bis Februar bekommen wir aber nicht hin“, sagte Volker Pickart (CDU). Deshalb sollten die 4,2 Millionen Euro als Finanzierung für das Bad erst mal im Haushalt bleiben. Bleibt die Frage, woher das restliche Geld kommt. „Wenn wir das nicht sagen können“, so Markus Grünloh (UWG), „dann können wir das nicht machen.“ Auch der Schwimmverein wird sich noch Gedanken machen, ob der Entwurf eines Allwetterbades den Vorstellungen des Vereins genügt. Immerhin wäre es möglich, das neue Bad wettkampftauglich zu bauen.

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