Neuer Vertrag offenbar kaum erfüllt

FDP kritisiert: swb hat nur wenige Lampen umgerüstet

Seit mehr als einem Jahr kaputt: eine Lampe am Immelmannsweg in Wildeshausen. Foto: dr
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Seit mehr als einem Jahr kaputt: eine Lampe am Immelmannsweg in Wildeshausen.

Wildeshausen – Die Modernisierung der Straßenlampen in Wildeshausen ist drei Monate nach Abschluss eines Betreibervertrages mit der swb Bremen kein leuchtendes Beispiel für Effizienz. Das findet die FDP in der Kreisstadt und hat deshalb einige kritische Fragen an die Stadtverwaltung geschickt.

„Versprochen war, dass alle Lichtpunkte in Wildeshausen getauscht werden. Leider mussten wir feststellen, dass noch nicht viel passiert ist“, kritisiert Ratsherr Marko Bahr. „Offenbar wurden lediglich wenige Straßen umgerüstet, und auch hier gab es schon wieder defekte Lampen.“ Gerade das Versprechen von Stadt und swb Bremen, schnell und umfassend zu handeln, sei aber der Grund gewesen, nicht den günstigsten Anbieter zu wählen, sondern den Vertrag mit dem Bremer Versorger abzuschließen, so Bahr. 

„Zudem stellt sich für uns die Frage, was mit den Energiemehrkosten ist, die insbesondere durch die verzögerte Umrüstung entstehen“, fährt der Liberale in einer Stellungnahme fort. „Grob überschlagen beträgt die Differenz durch die fehlende Umrüstung etwa 10.000 Euro pro Monat. Gehen diese Mehrkosten nun zulasten der Stadt? Ob es Vertragsstrafen bei verspäteter Umsetzung der Umrüstung gibt, ist uns zumindest derzeit nicht bekannt. Die Vertragsdetails werden dem Rat weiterhin vorenthalten.“

Vertragsstrafen vorgesehen?

Die Liberalen möchten von der Stadtverwaltung wissen, wann mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung zu rechnen ist und ob wegen der Verzögerung Vertragsstrafen eingeplant sind.

Am Donnerstag lagen diese Fragen nach Angaben von Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge vor. „Wir sind jetzt im Gespräch mit der swb“, teilte er auf Anfrage unserer Zeitung mit. Den Gepflogenheiten entsprechend werde man zunächst Bahr die Antworten zuleiten und dann auch die Öffentlichkeit informieren. „Wir haben aber nichts zu verbergen“, so Ufferfilge, der zusammen mit Baudezernent Manfred Meyer darauf hinweist, dass innerhalb von sieben Tagen nach Meldung durch die Bürger Störungen beseitigt werden. „Das hat nach unseren Erfahrungen bislang gut geklappt“, so Meyer. Es gebe aber sicherlich in der Landgemeinde Störungen, die nicht ganz so schnell zu beheben seien, wenn beispielsweise Kabel defekt seien. Aber auch hier arbeite die SWB an den Problemen und löse sie zeitnah.

Unsere Zeitung hat am Donnerstag um 10 Uhr zwei Laternen an der Immelmannstraße 1a und 5 auf der Störungsseite www.stoerung24.de gemeldet. Bei den Laternen fehlen seit über einem Jahr sowohl die Birne als auch der Schirm. Wir hatten am 2. März 2018 darüber berichtet. Auf der Serviceseite sind sie seit gestern mit einem roten Pin gekennzeichnet. Nun ist die Redaktion gespannt, wann eine Reparatur gemeldet wird und ob diese tatsächlich erfolgt ist. 

dr

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