Mit „Farbenspielen“ geben Kinder ihre Begeisterung am Malen weiter

Sie machen die Stadt bunt

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Die „Farbenspiele“-Künstler erfreuen ihr Publikum mit ständig wechselnden Exponaten im leer stehenden Ratscafé am Stellmacherplatz .

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Der Künstlernachwuchs der Initiative „Farbenspiele“ macht Wildeshausen bunt: Die farbenprächtigen Bilder der Kinder sind als Dauerausstellung hinter Glas in den Schaufenstern des leer stehenden Ratscafés am Stellmacherplatz zu sehen. Wer dort vorbeikommt, hat also immer etwas zu gucken. Dass es dabei nie langweilig wird, dafür sorgen die Kinder mit wechselnden Exponaten.

Schließlich schlägt ihr Herz für das Malen, und im Atelier der Wildeshauser Künstlerin und Heilpädagogin Angelika Mix geht ihnen das leicht von der Hand. Dort finden sie Platz, Material, Muße und natürlich den ein oder anderen Tipp von der Expertin.

Meist trifft sich eine Gruppe kleiner Malbegeisterter einmal im Monat, wobei es für die Kinder ganz wichtig ist, das Kunstwerk, das sie im Kopf haben, an diesem Termin auch zu vollenden. Die Motivation ist hoch. Anders als beispielsweise im Schulunterricht können die Zeit sowie alle Vorgaben und Vorschriften hinsichtlich des geplanten Kunstwerks links liegen gelassen werden. Einzig die Kinder sind bei den „Farbenspielen“ die Schaffenden und die Bestimmenden. Seit fast einem Jahr nutzen die Nachwuchskünstler nun die Möglichkeit, ihre Werke im ehemaligen Ratscafé auszustellen. So geben sie die Freude und Begeisterung, die sie beim Malen haben, an ein großes Publikum weiter. Selbst wer in Eile ist und im Laufschritt am Ratscafé vorbei stiefelt, kann sich der bunten „Farbenspiele“, die ihm aus den Schaufenstern „zuwinken“, nicht ganz entziehen und nimmt ein Stück guter Laune mit. Wer indes etwas genauer hinschaut, der wird schnell zum Fan.

„Wir haben viel positives Feedback bekommen – und das nicht nur von Wildeshausern“, freut sich Mix. Neben den zahlreichen bunten Kunstwerken hängt irgendwo auch ihre Telefonnummer als Gründerin der Initiative „Farbenspiele“ im Schaufenster. Sie wunderte sich nicht schlecht, als sie etwa Anrufe aus Oldenburg oder Leer bekam, die voll des Lobes über das Projekt waren. „Die Anrufer waren als Touristen in Wildeshausen zu Gast gewesen. Wir haben bei ihnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen“, ist Mix ein wenig stolz. Stolz wie Oskar sind natürlich auch die Kinder über ein solches Feedback. Die „Elefantenfamilie“ der zehnjährigen Marisa fand sogar einen so glühenden Fan, dass sie sich großzügig davon trennte. Das Kunstwerk stellte zwar ihre eigene Familie dar, aber sie kann ja einfach ein neues Bild malen. Auch Marisas Mutter hat es übrigens schon in den Bann der „Farbenspiele“ gezogen. Und so nutzen von Zeit zu Zeit Mutter und Tochter Seite an Seite das Atelier von Mix als Kreativort.

Denn das Alter spielt bei den „Farbenspielen“ eigentlich keine Rolle. Auch Kindergartenkinder fanden schon den Weg ins Atelier. „Von drei bis 99“ könnte das Motto lauten – oder auch darüber hinaus.

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