Wildeshausen hält an Unterstützung beim Kauf eines Grundstücks fest, wenn Kinder einziehen

Familienförderung für Hausbauer bleibt vorerst

Familien mit Kindern erhalten von Wildeshausen einen Zuschuss zum Grundstückskauf in den Baugebieten . - Foto: dr

Wildeshausen - Die Stadt Wildeshausen wird die Familienförderung für Käufer von Grundstücken bis auf unbestimmte Zeit beibehalten. Dennoch möchte die Politik die Entwicklung im Auge behalten, da die Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbart hat, rückwirkend zum 1. Januar ein Baukindergeld einführen zu wollen. „Wir verändern am besten gar nichts, bis Berlin entschieden hat“, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Stephan Dieckmann. Auch Marko Bahr (FDP) fand: „Die Richtlinie hat sich bewährt.“

Die Stadtverwaltung hatte dem Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt am Donnerstag dargelegt, dass in den vergangenen zehn Jahren rund 800 000 Euro Zuschüsse an Familien mit Kindern gezahlt wurden, die ein Grundstück zum Eigennutz in den neuen Baugebieten erworben hatten. Im Bebauungsplan „Beim grauen Immenthun“ wurden seit 2009 Fördergelder für 122 Kinder überwiesen. Damit wurden 305 000 Euro entrichtet. Im Bereich „Vor Bargloy, Teil B“ beantragten Familien erfolgreich Zuschüsse für 80 Kinder, was einer Ausschüttung von 200 000 Euro entspricht. Bewilligt, aber noch nicht ausgezahlt wurden Zuschüsse für sechs Kinder – somit 15 000 Euro.

Die Familienunterstützung war von der Stadt Wildeshausen eingeführt worden, um junge Menschen anzulocken und den Abverkauf der Grundstücke im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme zu beschleunigen. Die Verkaufssituation hat sich jedoch in den vergangenen Jahren verändert. Gab es vor rund zehn Jahren nur wenige Interessenten für Grundstücke im Stadtwesten, übersteigt mittlerweile die Nachfrage das Grundstücksangebot um ein Mehrfaches.

„Wir wollten die Diskussion darüber in die Gremien geben, weil wir für das neue Baugebiet noch keine Verträge abgeschlossen haben“, erklärte Bauamtsleiter Michael Müller. Für diese gilt aber in jedem Fall noch die Familienförderung – ebenso wie für alle Familien, die vier Jahre nach dem Einzug Nachwuchs bekommen.

Das neue Gebiet nördlich des Bargloyer Weges heißt im Übrigen wohl bald „Bargloyer Heide“. So lautete die einstimmige Empfehlung des Ausschusses. - dr

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