Diesmal kein Nachwuchs bei der Alexanderkirche / Elster oder Eichelhäher als Räuber?

Falken brüten zweimal vergebens

Lauert da Gefahr? Die Turmfalken hatten ihre Eier zwar im Blick, konnten aber wohl die Zerstörung zweimal nicht verhindern.  
Fotos: Jöllenbeck
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Lauert da Gefahr? Die Turmfalken hatten ihre Eier zwar im Blick, konnten aber wohl die Zerstörung zweimal nicht verhindern. Fotos: Jöllenbeck
  • Dierk Rohdenburg
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Wildeshausen – War es ein Eichelhäher, eine Elster oder doch ein Marder? Der Küster der Wildeshauser Alexanderkirche, Wolfgang Jöllenbeck, und Johannes Bartner vom Naturschutzbund Oldenburg rätseln. Fakt ist, dass die fünf Eier, die ein Turmfalkenpaar Anfang Mai im Nistkasten an der östlichen Seite des Kirchenturmes gelegt hatte, seit einigen Tagen spurlos verschwunden sind.

„Ich war zum kontrollieren dort oben, da lag da nur noch eine halbe Eierschale“, so Jöllenbeck. Der Muttervogel habe draußen auf der Stange gesessen, von eventuell geschlüpften Jungtieren habe es keine Spur gegeben.

War es ein Marder?

Aus diesem Grund vermuteten Jöllenbeck und Bartner, der den Nistkasten vor zehn Jahren installiert hat, dass die Eier geraubt wurden. Eichelhäher und Elster kommen als Täter zwar in Frage, wären aber wohl von dem Falkenpaar verjagt worden, überlegten sie. Deshalb glaubten sie zunächst, dass ein Marder von einem der Fenster aus über einen Sims zum Nistkasten gelangt sein könnte.

Nun hat sich auch noch eine weitere Hoffnung auf Nachwuchs bei den Turmfalken zerschlagen. Vor Kurzem hatte der Küster ein neues intaktes Ei im Nest erspäht. Am Montag stieg er erneut in den Turm und musste zu seiner großen Enttäuschung sehen, dass das Ei aufgepickt war. „Das spricht jetzt mehr für Eichelhäher oder Elster“, erklärte er und schickte ein Foto an Bartner. Der sah das ähnlich, als er das kaputte Ei auf der Aufnahme begutachtete. Nun hoffen beide, dass sich die diesjährigen Verluste nicht wiederholen. „Sonst müssen wir uns etwas einfallen lassen“, sagt Jöllenbeck.

Falken kommen seit 2013 jährlich

Mit dem Brutgeschäft dürfte es aktuell wohl nichts mehr werden. Die Falkenjungen werden normalerweise rund vier Wochen lang ausgebrütet. Bislang klappte das am Kirchenturm immer gut. Nie verschwand auch nur ein Ei. Der Kasten hängt in 55 Metern Höhe.

Seit 2013 kehrt das Falkenpärchen jedes Jahr an die Herrlichkeit zurück und brütet Eier aus. Vergangenes Jahr wuchsen hier sechs Küken auf. Der Bruterfolg hängt stark vom Nahrungsangebot in der Natur ab. Wenn es schlecht ist, wird nur ein Teil der Eier ausgebrütet.

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