Es fehlt an Geld: Diakonische Einrichtung in Wildeshausen aber gesichert

Fachstellen Sucht schlagen Alarm

Die Fachstelle Sucht in Wildeshausen wird gut vom Landkreis Oldenburg unterstützt. Foto: dr

Wildeshausen – Die Träger und Verbände der ambulanten Suchthilfe der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen rufen um Hilfe. Sie beklagen, dass die Finanzierungszuwendungen des Landes zur Unterstützung ihrer Arbeit seit vielen Jahren stagnieren, während die Kosten für Personal und Sachmittel seit Jahren kontinuierlich steigen.

Laut Mitteilung von Kai Kupka, Referent für Suchtfragen beim Diakonischen Werk in Oldenburg, sind deshalb manche Fachstellen Sucht stark gefährdet.

Auch in Wildeshausen gibt es eine derartige Einrichtung an der Heemstraße. Diese hingegen gehört nach Auskunft von Kupka zu den wenigen Fachstellen, denen es finanziell relativ gut geht. „Hier erleben wir, dass der Landkreis Oldenburg seine Zahlungen ständig an die gestiegenen Bedürfnisse angepasst hat. Wir haben großes Glück, dass die Politik im Kreis so vorbildlich hinter der Einrichtung steht“, findet er nur lobende Worte. Deshalb ist er sich auch sicher, dass die Angestellten in Wildeshausen in Zukunft sehr gut weiterarbeiten können, weil sie große Wertschätzung erfahren.

An anderer Stelle des Diakonischen Werkes Oldenburg sieht es hingegen nach Kupkas Einschätzung so schlecht aus, dass auch über Schließungen nachgedacht wurde. „Es gibt Fachstellen, da haben wir beispielsweise große Probleme, Psychologen zu finden, weil das Geld knapp ist.“

Die Träger und Verbände der ambulanten Suchthilfe der Freien Wohlfahrtspflege fordern das Land auf, das bislang wirksame System der Suchthilfe zu erhalten. „Bei Schließungen beginnt das Netz zu reißen. Mit dem Hilferuf wollen wir auf diese schwierige Situation hinweisen“, heißt es in der Mitteilung der Diakonie.

Die Ambulante Suchthilfe in Niedersachsen steht finanziell auf vier Pfeilern: Kommune und Land tragen den größten Teil der Kosten. Die Träger bringen Mittel ein, und die Sozialversicherung trägt die anfallenden Ausgaben für die ambulante Rehabilitation.  dr

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