Fachleute: Es gibt keine Alternative

Erst Wildeshausen, dann Ahlhorn?

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Warten auf die Zukunft – die ungewiss ist.

Wildeshausen - Wo sollen die 300 Flüchtlinge hin, die für vier Wochen in Wildeshausen in den beiden Sporthallen untergebracht werden? Offiziell spricht darüber noch niemand, doch hinter vorgehaltener Hand gehen die Einsatzkräfte davon aus, dass die Ankömmlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak nach vier Wochen nicht den Landkreis verlassen werden.

Da aber die Schulen nicht unnötig belastet werden sollen, bleibt dem Krisenstab im Kreishaus nach Einschätzung von Experten eigentlich nur eine Alternative: die Gebäude des ehemaligen Flugplatzes in Ahlhorn: „Wir haben sonst keine Kapazitäten“, heißt es. Für den ehemaligen Fliegerhorst hatte der „Metropolpark Hansalinie“ bereits angeboten, bis zu 400 Plätze innerhalb weniger Tage verfügbar machen zu können. „Wenn die dort alles leer räumen, dann haben wir da innerhalb eines Tages ein Lager aufgebaut“, heißt es von der Maltesern. Grundsätzlich, so das Angebot der Firma Bunte als Inhaber der Liegenschaften in Ahlhorn, könnten dort bis zu 1500 Menschen in einer Erstaufnahme untergebracht werden.

Flüchtlinge in Wildeshausen angekommen

Flüchtlinge in Wildeshauser Gymnasiumshalle untergebracht

Gegen diese Möglichkeit hatten sich aber bislang der Landkreis Oldenburg und die Gemeinde Ganderkesee ausgesprochen, weil Ahlhorn bereits stark durch den Zuzug von ausländischen Arbeitskräften und Flüchtlingen belastet ist. Der Landkreis gehört allerdings derzeit zu den von den Flüchtlingszuweisungen am meisten betroffenen Kommunen, weil es dort noch keine Erstaufnahmestelle gibt. Aus diesem Grund wurden 300 Flüchtlinge ohne Erfassung von der Grenze direkt nach Wildeshausen transportiert.

dr

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