Fachausschuss empfiehlt Maßnahme auf Dötlinger Gebiet/Biber soll geschützt werden

Hunte-Altarm soll verkauft werden

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Der Altarm ist auf dem Luftbild gut zu erkennen und soll wieder angeschlossen werden.

Wildeshausen - Die Stadt Wildeshausen wird etwa 18000 Quadratmeter Fläche an die Hunte-Wasseracht verkaufen. Es handelt sich um den Bereich eines Alt-arms der Hunte, der im Zuge einer Laufverlängerung des Flusses wieder angeschlossen werden soll. Die Hunte hatte dort früher einen großen Bogen gemacht und ein Stück Land eingeschlossen. Dieses Areal bleibt im Besitz der Stadt Wildeshausen, liegt aber auf dem Gebiet der Gemeinde Dötlingen.

Der Hunte-Altarm befindet sich nördlich der Wildeshauser Kläranlage. Die Hunte-Wasseracht versucht seit dem Jahr 2001, noch bestehende Altarme zu reaktivieren. „Durch den Neubau von Laufverlängerungen erreichen wir eine Strukturverbesserung für die Wiederbesiedlung von Flora und Fauna“, so Hunte-Wasseracht-Geschäftsführer Hans-Dieter Buschahn am Donnerstag im Bauausschuss. Gleichzeitig müsse die Hochwasserneutralität gewährleistet werden.

Der Bereich „Große Sorre Ort“, wie der Altarm heißt, ist 800 Meter lang. Der Wasserverband möchte den alten Flusslauf und Bereiche am Rand für 50 Cent pro Quadratmeter kaufen. Die Stadt erhält somit 9000 Euro. Zwar gab es im Ausschuss einigen Diskussionsbedarf darüber, ob die Fläche veräußert werden muss oder im Besitz der Stadt verbleiben kann. Doch schon wegen der möglichen Schadensersatzansprüche bei Uferabbrüchen, so Buschahn, sei es sinnvoll, wenn die Hunte-Wasseracht das Areal kaufe.

Den Fischereiverein Wildeshausen interessierte in diesem Zusammenhang, wie die Fischereirechte geregelt werden sollen. Buschahn sicherte zu, dass es da keine Probleme geben wird.

Interessant dürfte hingegen die Frage werden, ob in dem Bereich noch ein Biber lebt, der geschützt werden soll. Das Tier sei 2007 das erste Mal nachgewiesen worden, erklärte Buschahn. Ein Gutachter habe festgestellt, dass es sich mit Sicherheit um ein Einzeltier handele. Unklar sei, ob es aus Osteuropa oder Kanada kommt. Da Biber in der Regel bis zu neun Jahre leben, könnte das Tier vor Beginn der Maßnahme verstorben sein. Sollte das nicht der Fall sein, wird ein Taucher den Bereich durchsuchen, um zu verhindern, dass Unterwasser-Höhleneingänge zerstört werden.

dr

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