Fabian und Tim hoffen auf ihre ersten Alleinflüge

Fluglehrer Jan Lars Fuhrmann mit seinen Flugschülern Fabian Rang und Tim Fabian (von links).
+
Fluglehrer Jan Lars Fuhrmann mit seinen Flugschülern Fabian Rang und Tim Fabian (von links).

Wildeshausen/Ahlhorn - Von Joachim Decker. Aufgeregt ist er nicht mehr, immerhin hat der 15-jährige Fabian Rang aus Wildeshausen schon einige Flüge mit dem Segelflugzeug hinter sich.

Auch das Osterlager des Luftfahrtvereins Wildeshausen-Ahlhorn auf dem ehemaligen Fliegerhorst in Ahlhorn hat er für acht Starts mit Fluglehrer Jan Lars Fuhrmann genutzt.

Insgesamt nahmen 22 Vereinsmitglieder an dem zehntägigen Lager teil, das immer wieder Möglichkeit zum Fachsimpeln, zur Pflege der Geselligkeit und in erster Linie natürlich zum Fliegen bietet. Übernachtet wird im Clubheim, im Wohnwagen oder im Zelt.

„Ich war fünf Tage hier“, betont Fabian. „Das war wirklich eine tolle Sache, wir haben viel Spaß gehabt. Und ich habe wieder viel in puncto Fliegen dazugelernt.“ Das Segelfliegen habe ihn schon immer interessiert: „Ich habe im vergangenen Jahr angefangen und jetzt insgesamt schon 32 Starts absolviert.“

Fakt sei, dass er am Ball bleiben werde, um schon bald seinen ersten Alleinflug absolvieren zu können: „Ich hoffe, dass dies im September der Fall ist.“ Entschieden wird dies vom Fluglehrer, der dann jedoch einen zweiten zu Rate zieht, der mit dem Flugschüler ebenfalls einen Start absolviert. „Wenn beide der Meinung sind, dass alles passt, dann sitze ich plötzlich ganz alleine im Flugzeug“, sagt Fabian.

Auf seinen ersten Alleinflug in diesem Jahr hofft auch Tim Fabian (14), der insgesamt 37 Starts hinter sich hat – davon 14 während des Osterlagers. „Ich finde das Fliegen echt toll, mein Vater ist Pilot bei der Lufthansa. Auch mich könnte das interessieren“, betont Tim. Das Lager habe ihm sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht: „Langeweile haben wird hier nicht. Das liegt in erster Linie wohl daran, dass alles sehr familiär zugeht.“

Ein alter Segelflug-Hase ist dagegen mit 42-jähriger Erfahrung und rund 3 500 Starts Knuth Litek, dessen Herz jedoch nicht an den neumodernen Flugzeugen hängt, sondern vielmehr an echten Oldtimern. Gerade hat er sich seinen dritten Oldtimer-Flieger gekauft, eine englische „Slingsby 21“ – ein Cabrio, in dem Pilot und Begleitung nebeneinander sitzen. Im Falle eines Alleinflugs muss daher ein Trimmgewicht eingeschoben werden. „Der Flieger ist bereits 61 Jahre alt und hat bereits 35 000 Starts hinter sich. Er ist aus Holz mit Bespannstoff, hat eine Spannweite von 16,5 Metern“, erzählt Litek. Zudem habe des Flugzeug eine bewegte Geschichte, wovon auch die Original-Aufschrift „Air Cadets“ zeugt: „Alle Flieger in England mussten bis in die 1970er Jahre auf diesen Cabrios ihre Grundausbildung machen. Auch mit meinem sind so einige unterwegs gewesen. Das erklärt auch die vielen Starts.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Raumtrenner sind mehr als nur Raumtrenner

Raumtrenner sind mehr als nur Raumtrenner

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

So klappt es mit der neuen Fremdsprache

Hefezopf und Rüblikuchen: So wird Ostern richtig fluffig

Hefezopf und Rüblikuchen: So wird Ostern richtig fluffig

Wie werde ich Kauffrau/Kaufmann für Verkehrsservice

Wie werde ich Kauffrau/Kaufmann für Verkehrsservice

Meistgelesene Artikel

Lastwagen fährt Baustellenbaken um und fährt weiter

Lastwagen fährt Baustellenbaken um und fährt weiter

Corona-Fallzahl steigt leicht an: 113 Erkrankte im Landkreis Oldenburg

Corona-Fallzahl steigt leicht an: 113 Erkrankte im Landkreis Oldenburg

Brettorfer Flugzeughersteller Flywhale Aircraft ist zahlungsunfähig

Brettorfer Flugzeughersteller Flywhale Aircraft ist zahlungsunfähig

„Fahrendes Zuhause“ hat Werkstatt in Ostrittrum eingerichtet

„Fahrendes Zuhause“ hat Werkstatt in Ostrittrum eingerichtet

Kommentare