Vorrichtung  für Liebesschlösser

„Ewige Liebe“ gibt es nur noch am Rathausgiebel

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Bauhofleiter Jörg Kramer (l.) und Bürgermeister Jens Kuraschinski an der eisernen Rathausgiebel-Nachbildung, an den neue Liebesschlösser gehängt werden dürfen. Zwei geöffnete Exemplare hingen am Freitag bereits dort.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wer sich liebt und ein Liebesschloss aufhängen möchte, hat nun die Gelegenheit, dieses am Giebel des historischen Rathauses an der Hunte aufzuhängen. Es handelt sich dabei um ein geschweißtes Gestell mit dem Dachmarken-Logo von Wildeshausen. Schon bald wird die Stadt sogar Schlösser mit dem Logo an Liebende verkaufen und an Hochzeitspaare ausgeben.

Seit einigen Jahren ist es auch in der Wittekindstadt Brauch, Liebesschlösser an der Huntebrücke anzubringen. In Zwischenbrücken befinden sich an dem „Hunte“-Schriftzug an beiden Geländern so viele Schlösser, dass das Wort kaum noch zu lesen ist. Die Begeisterung darüber hält sich bei manchen Bürgern in Grenzen. „Außerdem passen da kaum noch neue Schlösser hin“, stellt Jörg Kramer als Leiter des städtischen Bauhofes fest.

Nun hatte die Standesbeamtin Heidi Rösler die Idee, eine Extra-Vorrichtung für Liebesschlösser in unmittelbarer Nähe zur Hunte zu errichten, sodass die Paare trotzdem gemeinsam den Schlüssel in den Fluss werfen können, um die „Ewigkeit“ ihrer Aktion besiegeln zu können. Zudem hat Rösler die Erfahrung gemacht, dass auch Brautpaare im Anschluss an die standesamtliche Trauung gerne ein Liebesschloss anbringen.

Im städtischen Bauhof wurde eine technische Zeichnung für die neue Metallvorrichtung angefertigt. Auf einer romantischen Parkbank unter einem Baum können sich die Paare jetzt setzen und sich in aller Ruhe die ewige Liebe schwören. „Wer in Wildeshausen ein Liebesschloss anbringt, fühlt sich für immer mit der Stadt verbunden und das kann nur in unserem Sinne sein“, wirbt Bürgermeister Jens Kuraschinski für den Brauch und hofft, dass sich viele Wildeshauser dort verewigen.

Am Geländer der Huntebrücke hängen mittlerweile sehr viele Schlösser. Sie werden bald entfernt. 

An der Stelle, wo bislang die Schlösser hängen, ist die „Ewigkeit“ nun aber bald beendet. Die Paare sollten ihr Schloss entfernen, wenn sie wollen. Denn sonst wird es in einem Vierteljahr vom Bauhof einkassiert. Der Schriftzug „Hunte“ soll gesandstrahlt und neu gestrichen werden. Wenn dort dann neue Schlösser hängen, haben sie nur eine kurze Lebensdauer. „Wir nehmen sie wieder ab“, so Kramer.

Wann und wo die Stadt eigene Schlösser verkauft ist noch nicht klar. Denkbar ist, dass es auch bald das Angebot gibt, auf der Bank sitzend stilvoll einen Sekt zu trinken. Das benachbarte „Caruso“ wäre dafür prädestiniert, den Schaumwein gut gekühlt zu liefern.

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