Für Europa an die Wahlurne

Kommunen und Landkreis bereiten Abstimmung vor: Helfer gesucht

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Am 26. Mai wird gewählt: In den Verwaltungen laufen die Vorbereitungen.

Wildeshausen – Es sind noch rund vier Monate, bis am 26. Mai alle Bürger der Europäischen Union das Europäische Parlament wählen. Viel Zeit für alle Wahlberechtigten, sich Gedanken zu machen, bei welcher Partei sie ihr Kreuz machen wollen. In den Rathäusern sowie im Kreishaus sind allerdings bereits vor Wochen die Vorbereitungen angelaufen.

So hat Ralf Wübbeler, Leiter des Fachbereichs Bürgerservice, Migration und öffentliche Ordnung im Wildeshauser Stadthaus, bereits Anfang November mit den Planungen begonnen. „Es beginnt mit der Akquise der Wahllokale“, erklärt er. „Wir müssen schauen, ob die eingeplanten Räume frei sind.“ Auch diesmal gibt es in der Kreisstadt 18 Wahllokale, in denen jeweils acht Personen von 8 bis 18 Uhr als Wahlhelfer aktiv sind und danach die Stimmen auszählen. Schon jetzt verschafft sich die Stadt einen groben Überblick, wie viele Wahlberechtigte es hier gibt. Wübbeler geht von rund 16 150 Personen aus, die ans Rechenzentrum der Kommunalen Datenverarbeitung in Oldenburg gemeldet werden, um anschließend genügend Wahlscheine zu haben. Die konkrete Zahl steht aber erst fest, wenn sich alle Wahlwilligen aus dem EU-Ausland gemeldet haben. Diese dürfen hier abstimmen, müssen dann jedoch für ihr Heimatwählerverzeichnis gesperrt werden.

„Ich bin noch sehr entspannt“, sagt Wübbeler angesichts der weiteren Planungen. So müssen potenzielle Wahlhelfer angeschrieben werden, um zu gewährleisten, dass die Abstimmung geregelt vonstattengehen kann.

Auch nach Schließung der Wahllokale dürfte es relativ ruhig bleiben. Da die Wähler lediglich eine Partei ankreuzen und sich nicht für einen oder mehrere Kandidaten entscheiden müssen, ist mit einer recht schnellen Auszählung zu rechnen. Die Meldung erfolgt an den Landkreis Oldenburg, der Landrat Carsten Harings als Wahlleiter benannt hat. „Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt zählen für sich aus und melden das Ergebnis an den Landeswahlleiter in Hannover“, erklärt Beate Jüchter von der Kreisverwaltung. Im Kreishaus werden übrigens ebenfalls Stimmzettel ausgezählt. Es handelt sich um die Briefwahlunterlagen. „Die Wahlhelfer treffen sich ab 15 Uhr hier, um die Unterlagen zu prüfen“, so Jüchter. Bei Briefwahlen müsste ja auch die eidesstattliche Erklärung eingereicht werden. Auch im Kreishaus können die Scheine bis um 18 Uhr eingereicht werden. Dann erst geht es auch dort ans Auszählen.

Wer Interesse daran hat, bei der Europawahl zu helfen, kann sich im jeweiligen Rathaus oder im Kreishaus melden. Für die Tätigkeit gibt es eine Entschädigung von 25 Euro.  

dr

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