Aussaat auf 300 Quadratmetern in mehreren Bereichen der Stadt

„Eschweger Blütenzauber“ macht Insel zum Blumenmeer

Überaus zufrieden zeigten sich Michael Müller, Matthias Büsing und Jörg Kramer (von links) mit der Entwicklung der Blumenfläche auf der Verkehrsinsel am Nordring. - Foto: Dejo

Wildeshausen - Von Joachim Decker. „Unsere Stadt soll schöner werden“ wäre der richtige Titel für die Aktion, die der Wildeshauser Bauhof in die Wege geleitet hat. An verschiedenen Straßen wurden die Verkehrs- in Blumeninseln verwandelt. Gestern stellten Bauhofleiter Jörg Kramer, Kollege Matthias Büsing und der Leiter des Fachbereichs Bau der Stadt, Michael Müller, die Maßnahme an der Einmündung Nordring/Breslauer Straße vor.

„Wir hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit der Bepflanzung. Die Bodendecker zum Beispiel sind stets wieder eingegangen, weil sie im Winter das Salz sowie den Fahrtwind nicht vertragen haben“, erklärte Kramer. Zudem sei sehr viel Unkraut zu sehen gewesen, sodass Pflegemaßnahmen nötig wurden.

„Bei den jetzigen Plätzen handelt es sich um Testflächen, um zu sehen, wie sich diese Aussaat macht. Wie wir sehen, ist es ein echtes Blütenmeer“, betonte Müller. Durch den engen Bewuchs hätte Unkraut kaum noch eine Chance: „Wenn sich diese Maßnahmen als gut erweisen, können sie durchaus noch ausgeweitet werden.“

Kramer hatte solche Blumeninseln während eines Aufenthalts in St.-Peter-Ording entdeckt: „Das hat mir dort schon sehr gut gefallen, sodass ich hier den Vorschlag gemacht habe.“ Die Wahl sei auf „Eschweger Blütenzauber“ gefallen, der eine Höhe von 20 bis 50 Zentimetern erreiche: „Die Kosten sind wesentlich günstiger als für Bodendecker, die stets erneuert werden mussten. Wir haben für insgesamt 300 Quadratmeter drei Kilogramm Samen gekauft, der für 90 Euro pro Kilogramm zu haben ist.“ Die Blühzeit dauere bis August an. „Diese Blumen erfordern auch kaum Arbeit“, erklärte Büsing. „Wir haben sie jetzt zwar einmal gewässert, aber das ist eigentlich nicht nötig. Wir haben ein- und zweijährigen Samen eingebracht.“

Sie sehe in der Blüte zwar auch gut aus, aber sei sehr gefährlich – die Herkulesstaude (Bärenklau), auf die wir Kramer und Büsing noch einmal angesprochen haben. Vor etwa drei Wochen war es zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem zwei Jungen verletzt wurden, weil sie mit dieser Pflanze in Berührung gekommen waren (wir berichteten). „Wir haben unsere Flächen recht gut im Griff.

Schlimm ist es dagegen auf privaten Flächen, auf denen oftmals nichts oder viel zu wenig dagegen unternommen wird“, betonte Kramer. Und Büsing: „Das ist ein Teufelszeug, vor dem auch ich mächtigen Respekt habe. Es muss unbedingt bekämpft werden. Dank unserer ständigen und guten Bekämpfung haben wir es geschafft, dass es deutlich zurückgegangen ist. Wir bleiben da auch weiterhin dran.“

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