Geestland-Mitarbeiter werden auf Corona getestet

„Es muss jetzt sehr schnell gehen“

Hier werden 1 100 Mitarbeiter getestet: die Geestland-Schlachterei in Wildeshausen. 
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Hier werden 1 100 Mitarbeiter getestet: die Geestland-Schlachterei in Wildeshausen. Foto: 261news
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Wildeshausen – Nach der Bestätigung von zunächst 23 Corona-Fällen im Wildeshauser Schlachthof Geestland begann am Mittwoch der Komplett-Test der gesamten Belegschaft. Die Proben würden von einem privaten Labor entnommen, aber „unter enger Aufsicht des Gesundheitsamtes durchgeführt“, wie Oliver Galeotti, Sprecher des Landkreises Oldenburg ankündigte. Wie bereits berichtet, müssen mehr als 1 100 Beschäftigte getestet werden. „Es muss jetzt sehr schnell gehen. Auch unsere Experten sind dabei“, so Galeotti, der deutlich machte, dass man im Laufe des Tages schon die ersten Ergebnisse weiterer Tests vom Dienstag erwartet. Hierbei ging es um etwa 150 direkte Kontaktpersonen der zum Wochenbeginn ermittelten infizierten Mitarbeiter.

Betroffen ist der mehrheitlich zur PHW-Gruppe (Wiesenhof) gehörende Schlachthof Geestland-Putenspezialitäten. Das Unternehmen hatte erklärt, in den kommenden Tagen nochmals alle Mitarbeiter testen zu lassen. Anfang Juni hatte es bereits einen ersten Durchlauf gegeben. Damals war aber nur eine Person positiv getestet worden, die ihren Wohnsitz in der Stadt Delmenhorst hat.

Geestland--Geschäftsführer Norbert Deeken hatte am Dienstag bei der Bekanntgabe der 23 Infizierten betont: „Wir haben unverzüglich gehandelt, arbeiten eng mit der Behörde zusammen und wollen rasch Klarheit schaffen.“

Im Sinne des Infektionsschutzes hätte das Unternehmen „zum bestmöglichen Schutz aller unserer Beschäftigten“ die Vorschriften nochmals verschärft und sie allen Beschäftigten in mündlicher wie schriftlicher Form über Aushänge und Monitore in ihrer jeweiligen Muttersprache zur Verfügung gestellt.

Neben der intensiven Schulung aller Beschäftigten auf das nochmals intensivierte Hygienekonzept gehören dazu unter anderem zusätzliche Pausenräumen zur Einhaltung der Abstandsregelungen, die komplette Trennung der unterschiedlichen Arbeitsschichten, um eine potenzielle Ansteckung so gering wie möglich zu halten, sowie eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht vor Aufnahme der jeweiligen Tätigkeit für alle Beschäftigten, die aus einem Risikogebiet zurückkehren.

Das Unternehmen verspricht zudem, zusätzliche Fahrkapazitäten (mit ausreichend Abstand und Mundschutzpflicht) für die Werkvertragsbeschäftigen, die bislang in größeren Gruppen zu ihrem Arbeitsplatz gefahren sind, zu schaffen.

„Darüber hinaus mietet sich ein großer Teil der Werkvertragsbeschäftigten privat eine Wohnung. Es ist daher rein rechtlich nicht möglich, die privaten Wohnräume der Werkvertragsbeschäftigten zu kontrollieren“, so Deeken. „Die Wohnungen, die von dem Werkvertragsarbeitgeber zur Verfügung gestellt werden, werden von einem unabhängigen Zertifizierer regelmäßig unangekündigt kontrolliert. Die niedersächsische Wohnstättenverordnung wird zudem in diesen Wohnungen eingehalten. Nach dieser dürfen maximal zwei Personen in einem Zimmer leben. Auch an allen unseren anderen Standorten richten sich die Werkvertragsarbeitgeber nach der niedersächsischen Wohnstättenverordnung, sodass maximal zwei Personen – oftmals Ehepartner – sich ein Zimmer teilen.“  dr/dpa

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