Griffigkeitsmessungen decken Probleme auf

Weiter Tempo 80 auf der A 1

Haben weiter Bestand: die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der A 1.
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Haben weiter Bestand: die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der A 1.

Wildeshausen – Die Hoffnung war groß bei vielen Pendlern, die die Autobahn 1 zwischen den Anschlussstellen Wildeshausen-Nord und Groß Ippener in Fahrtrichtung Bremen nutzen: Ende Mai sollten dort nach der Sanierung im vergangenen Jahr erneut Griffigkeitsmessungen am frischen Fahrbahnbelag erfolgen – und dann die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 Stundenkilometer endlich aufgehoben werden. Damit wird es jedoch innerhalb des nächsten Monats auf keinen Fall etwas.

Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte die Autobahnmeisterei mit, dass zwar vor wenigen Tagen eine Messung erfolgt sei, diese aber ergeben habe, dass die Griffigkeit der Überhol- und Standspur deutlich unter den Werten liege, die eine Aufhebung der Tempo-80-Anordnung ermögliche.

Nach Angaben von Martin Stellmann, Leiter Bau und Erhaltung bei der Autobahngesellschaft, war der nicht sanierte Hauptfahrstreifen bereits im Zuge der Baumaßnahme nachgearbeitet worden. Für die beiden anderen Streifen sei wegen der kühlen Jahreszeit aber erst einmal das Tempolimit angeordnet worden.

Mit den jetzt immer noch schlechten Griffigkeitswerten hatte eigentlich niemand gerechnet. „In der Regel bessert sich das durch den Verkehr von allein“, so Stellmann mit Blick auf sechsmonatigen Verkehr auf der Strecke. Es könne aber auch mal passieren, dass das nicht klappe. Wie eben auf dem 3,5 Kilometer langen Teilstück der A 1, auf dem nun schnell etwas geschehen muss.

„Wir prüfen mit Experten der Autobahngesellschaft Hannover, mit welchem geeigneten Verfahren wir schnellstmöglich Verbesserungen herbeiführen können“, kündigte Stellmann an. Diese Maßnahmen könnten sehr zeitnah im Juli erfolgen. Für die nun seit Dezember bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie die schlechte Griffigkeit könne man sich nur entschuldigen. Wen aber letztendlich die Schuld an dem Desaster trifft, ist noch nicht geklärt. „Das ist für uns derzeit nachrangig wichtig“, sagte Stellmann. Zunächst solle das Problem gelöst werden.

So schnell keine neue Baustelle

Immerhin: Mit weiteren Bauarbeiten müssen die Pendler zwischen Bremen und Osnabrück im Bereich zwischen Stuhr und Wildeshausen zunächst nicht rechnen. Nach Angaben des Leiters der Autobahnmeisterei, Horst Dietz, ist jedoch eine Grundsanierung der Strecke im Teilbereich zwischen Wildeshausen-Nord und dem in den vergangenen Jahren sanierten Bereich dringend erforderlich. „Das ist für beide Fahrtrichtungen beantragt“, sagte er. „Aber mit den Ausschreibungen werden wir wegen der Finanzierungszusage wohl erst Ende des Jahres beginnen können.“

Wenn gebaut wird, dann wieder zuerst auf einer Richtungsfahrbahn, während der Verkehr auf die andere Seite gelenkt wird. Anschließend kommt dann die gegenüberliegende Fahrbahn dran. Auch hier ist – wie in den vergangenen Jahren – mit monatelangen Behinderungen zu rechnen – und mit Problemen mit der Griffigkeit.

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