Elternvertreter der St.-Peter-Schule enttäuscht von der Stadtverwaltung

„Es gibt kein Verkehrskonzept“

Eng, mit Mülltonnen und zahlreichen Ausfahrten: der Weg zur Schule an der Heemstraße.
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Eng, mit Mülltonnen und zahlreichen Ausfahrten: der Weg zur Schule an der Heemstraße.

Wildeshausen – In einem offenen Brief kritisieren die Elternvertreter der St.-Peter-Schule in Wildeshausen, dass es „bis zum jetzigen Zeitpunkt keinen sicheren Schulweg gibt und die vorliegenden Vorschläge nicht tragbar“ sind.

Laut Mitteilung hatten sich elf Elternvertreter vor wenigen Tagen am zukünftigen Standort der Einrichtung an der Heemstraße getroffen, um die von der Schule skizzierten sicheren Wege anzuschauen. Zuvor hatten die Eltern eigenen Angaben zufolge kein schriftliches Verkehrskonzept von der Stadtverwaltung erhalten, obwohl dieses angesichts der „kritischen Verkehrssituation“ an der Heemstraße dringend erforderlich sei.

Der Reihe nach liefen die Elternvertreter die vorgeschlagenen Wege ab und stießen auf einige Missstände. „Ein Großteil führt über die unbefestigte, unbeleuchtete Wallanlage. Dieses ist bei gutem Wetter in den Sommermonaten sicherlich möglich, aber bei Regen oder sogar Schneefall sowie Glätte zur dunkleren Jahreszeit keine Option“, heißt es in dem Schreiben. Die skizzierten Fahrradwege führten von der Deekenstraße kommend einerseits durch die Neue Straße oder die Westerstraße. Diese wiesen jedoch keinen gesonderten Geh- und Radweg aus. „Die Grundschüler fahren neben den Autos oder Lastern auf der Straße entlang von diversen Parkplätzen, Zu- und Einfahrten und nicht zuletzt donnerstags über den Wochenmarkt. Zum Ende fahren sie dann erneut über den Wall. Wiederum alles andere als ein sicherer Schulweg“, so die Eltern, die weitere Kritikpunkte haben. Sie verweisen auf die geplanten Elternparkplätze an der Ladestraße am Bahnhof sowie auf dem Gildeparkplatz. „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden diese Möglichkeiten nicht durch die Elternschaft genutzt“, heißt es. Vielen seien die Plätze zu weit weg. Die noch sehr kleinen Kinder müssten den oft schweren Tornister dann unter anderem bei schlechten Wetterverhältnissen weite Wege tragen.

Chaotische Verhältnisse befürchtet

„Die Konsequenz wird sein, dass sich autofahrende Eltern ihren Parkplatz in Schulnähe suchen werden“, vermuten die Elternvertreter. Dies werde mit Sicherheit zu chaotischen Verhältnissen führen. Schüler mit dem Fahrrad würden – egal, aus welcher Richtung sie kommen – an der Heemstraße entlang fahren und die dort für Radfahrer freigegebenen Gehwege nutzen. „Zum Teil auch auf der falschen Seite“, heißt es weiter.

„Das alles entspricht in keiner Weise den Erwartungen und dem Verlangen nach einem sicheren Schulweg“, kritisieren die Eltern. „Neben der Enttäuschung macht es uns wütend und besorgt um die Sicherheit der Schwächsten in der Gesellschaft – unsere Kinder.“ Die Eltern sehen eine sinnvolle Lösung der Situation nur darin, eine Anfahrt über die Heemstraße zur Schule zu ermöglichen. Dazu müsste eine Fahrradstraße, eine Tempo-30-Zone mit Fahrbahnverengungen oder ein Ausbau der Geh- und Radwege erfolgen, betonen sie. Die „Experten“ sollten sich jetzt endlich dieses Themas annehmen und bis zum 2. September Lösungen präsentieren.

Die Stadtverwaltung signalisierte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass man das Gespräch mit den Eltern suchen wolle. Zudem wurde bekannt, dass die Ampelanlage noch nicht installiert werden kann, das sich keine Firma um die Ausführung der Erdarbeiten beworben hat. Es soll nun erst einmal eine Behelfsampel aufgestellt werden.

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