31 Arbeitsplätze gehen verloren

Es fehlt an Industrieflächen: NTM zieht nach Ahlhorn

Passt bald nicht mehr: Müllfahrzeuge von NTM werden ab 2022 nicht mehr in Wildeshausen, sondern in Ahlhorn gefertigt.
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Passt bald nicht mehr: Müllfahrzeuge von NTM werden ab 2022 nicht mehr in Wildeshausen, sondern in Ahlhorn gefertigt.

Wildeshausen – Seit rund drei Jahren ist die Firma NTM Entsorgungssysteme in Wildeshausen nach Angaben ihres Geschäftsführers Dirk Schernes auf der Suche nach einer Industriefläche in der Kreisstadt. Er machte sein Anliegen im Stadthaus bekannt, ging für eine Potenzialfläche an der Visbeker Straße mit viel Geld in Vorplanungen, bis er erfuhr, dass er wegen der zu erwartenden Lärmemissionen keine Baugenehmigung bekommen würde.

Nun hat sich das Unternehmen mit derzeit 31 Mitarbeitern, deren Zahl perspektivisch auf 60 anwachsen soll, für eine Fläche in Ahlhorn entschieden. Für den Neubau auf 2,4 Hektar gibt NTM rund 4,5 Millionen Euro aus. Am Zeppelinring, so Schernes, seien die Bedingungen ideal. „Bürgermeister Thorsten Schmidtke hat um uns geworben. Es gab schnell ein Angebot. Und in Wildeshausen stehen ja keine geeigneten Flächen zur Verfügung.“

NTM kann nach eigenen Angaben nicht mehr auf die Ausweisung eines Industriegebietes in der Kreisstadt warten. „Unsere Produktion ist schon jetzt an unserem Standort über mehrere Bereiche zerstückelt. Es ist zu eng“, so Schernes mit Blick auf zwei Hallen bei Hüffermann an der Ahlhorner Straße. „Wir können hier nicht so produktiv arbeiten, wie es sinnvoll ist“, erklärt der Geschäftsführer.

Finnisches Unternehmen NTM baut Seitenlader-Müllfahrzeuge

NTM baut Seitenlader-Müllfahrzeuge und ist ursprünglich ein finnisches Unternehmen. Für die Fertigung braucht die Firma ein Umfeld, das Lärm vertragen kann. „Wir wollen auch künftig sandstrahlen und lackieren“, erklärt Schernes. „Außerdem haben wir viele Transporte.“

Das Unternehmen wurde 2011 in Kooperation mit Hüffermann gegründet. Die Produktion in Wildeshausen begann 2016. In diesem Jahr stellt NTM 70 Müllfahrzeuge her. „Doch wir wollen unseren Output steigern“, betont Schernes. „Dafür benötigen wir mehr Platz und Mitarbeiter.“

Von der Politik in der Stadt Wildeshausen wurde die Nachricht, dass NTM geht, mit Bedauern aufgenommen. Einige Politiker sehen die Notwendigkeit, möglichst schnell das neue Industriegebiet Wildeshausen-West auszuweisen, um Betriebe umsiedeln zu können. „Sonst verlieren wir hier noch mehr Unternehmen“, kritisierte Bauausschussvorsitzender Hartmut Frerichs (SPD).  dr

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