Erzählerlebnisse und Mitmachaktionen prägen Sommerfest zum 100. Geburtstag

Vom Meeresgrund bis in den Kindergarten Johanneum

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Sven und Zoe erstellten mit Begeisterung ein Gemeinschaftskunstwerk an der Farbschleuder.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. „Eigentlich feiern wir ja schon seit Tagen“, sagte Ingrid Zeisberg-Scholz, stellvertretende Leiterin des Kindergartens Johanneum, als sie am Sonnabendnachmittag inmitten des Trubels beim Sommerfest zum 100. Geburtstag der Einrichtung eine ruhige Minute fand.

Geprägt waren die „Feiertage“ und ganz besonders auch der festliche Sonnabend von Erzählerlebnissen, Spielen, Liedern und Mitmachaktionen, die nicht nur Jung und Alt viel Freude bereiteten, sondern zudem federleicht und kindgerecht den Spagat zwischen kulturellem Austausch und christlicher Erziehung schafften.

„Mit Erzählrunden in einem riesigen Jurtezelt im Hof des Kindergartens haben wir das Fest in den vergangenen Tagen schon begonnen“, so Zeisberg-Scholz. Dort wurden mit besonderen Ritualen Märchen aus aller Welt für Kinder und Erwachsene erzählt. Zu Gast waren mal die Senioren aus dem Pflegeheim, mal die Schüler aus dem Kinderhort, mal befreundete Kindergärten. „Alles begann mit einem Märchen aus Afrika, in dem eine Frau vom Meeresherrscher eine Geschichtenmuschel bekam. Im Gegenzug erzählte sie den Nixen und Unterwasserlebewesen vom Leben auf der Erde“, erläuterte Zeisberg-Scholz. „Die Geschichtenmuschel und das Erzähllicht begleiteten die Kinder bei sämtlichen Märchen, die übrigens alle das Leben in anderen Gegenden und Kulturen – zum Beispiel auch im Nahen Osten – thematisierten.“

Am Sonnabend ging es mit Geschichten, diesmal über Jesus, weiter – in einem spielerisch gestalteten Gottesdienst mit Pfarrer Ludger Brock.

Gemeinsam wanderten die Besucher im Anschluss von der St.-Peter-Kirche zum Kindergarten, wo die Kleinen die Gelegenheit zum Toben und Spielen im Innen- und Außenbereich oder zum Ausprobieren der zahlreichen Kreativangebote nutzten, während die Großen gemütliche Stunden beim Kaffeeklatsch oder rund um den Grill verbrachten. Für die vielen Ehemaligen, die es sich nicht nehmen ließen, ihrem alten Kindergarten zum 100-Jährigen einen Besuch abzustatten, war eigens ein Chronikraum vorbereitet worden: Eine umfangreiche Fotosammlung weckte Erinnerungen an alte Zeiten und ließ viele Ehemalige eine kleine Zeitreise zurück in die eigene Kindheit erleben.

In den Räumlichkeiten, in denen sonst die Krippenkinder untergebracht sind, erhielten die Besucher anhand einer Power-Point-Präsentation Einblicke in die pädagogische Krippenarbeit. Sie erfuhren so etwas über die wöchentlichen Waldtage oder darüber, wie die Krippenkinder Geburtstage feiern. An jeder Ecke lockten Aktionen zum Mitmachen und Ausprobieren: Eifrige Hände produzierten kleine Kunstwerke an der Farbschleuder, drehten so lange am Glücksrad, bis das gewünschte Kästchen oben stand oder druckten an der Button-Maschine selbst hergestellte Anstecker aus.

Wer ein paar Minuten still sitzen konnte, ließ sich am Schminkstand in einen Piraten oder in eine Wildkatze verwandeln.

Zum Abschluss gaben Christine und Werner Winkel von der Märchenbühne „Der Goldene Schlüssel“ aus Ottersberg ein Fadenpuppenspiel nach dem Märchen „Dornröschen“ der Gebrüder Grimm zum Besten – untermalt mit handgemachter Musik auf Gitarre und Querflöte sowie mit mehreren Kinderliedern zum Mitmachen.

Die Akteure zogen die kleinen und großen Zuschauer dabei richtig in ihren Bann.

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